From Neptune to Mars – Duncan Kanes Ausstieg bei Veronica Mars

Pola Swanson; Made with Canva

Hallo allerseits,

genau wie letzte Woche, steht auch diesen Samstag ein neuer Artikel ins Haus. Diesmal geht es um den Ausstieg von Duncan Kane in der Serie Veronica Mars. Hat sein Ausstieg die Show verbessert, verschlechtert oder überhaupt keinen Unterschied gemacht? Finden wir es heraus.

Ich bin ziemlich spät zu Veronica Mars gestoßen, tatsächlich ist es erst wenige Monate her, seitdem ich mir die Urserie angesehen habe, sprich, die ersten drei Staffeln. Den Film von 2014 und die 4. Staffel, die erst 2019 als eine Art Reboot erschien, habe ich bislang nicht gesehen. Weshalb ich noch nicht weiß, ob die Rolle zurückkehrt oder nicht. Daher wird dieser Artikel sich erst einmal nur um Duncans Rolle in den ersten 2 Staffeln drehen. Ich habe zwar immer mal wieder von der Serie gehört, die 2004 ins TV kam, aber damals sagte sie mir weniger zu, dazu waren die deutschen Ausstrahlungstermine immer etwas stiefmütterlich angesetzt, sodass ich auch nicht zufällig mal hineingezappt habe. Nichtsdestotrotz kam ich immer wieder auf die Serie zurück, weshalb ich mir dachte: Warum nicht? Dazu wurde sie vom IZombie Erfinder Rob Thomas entwickelt und da ich diese Sendung wirklich mochte, gab es eigentlich keinen Grund mehr, nicht auch in Veronica Mars hineinzuschauen. Und was soll ich sagen? Mir gefiel die Sendung.

In Veronica Mars dreht sich alles um die Hauptprotagonistin Veronica Mars, die in ihrer Heimatstadt Neptune als Privatdetektivin unterwegs ist. Zunächst arbeitet sie neben der Schule in der Detektei ihres Vaters Keith, in der dritten Staffel erlangt sie dann ihre eigene Detektiv-Lizenz, derweil sie aufs College geht. Nebenbei erlebt sie natürlich auch alle Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens.

Das war eine schlichte Zusammenfassung, jetzt kann’s zurück zum Thema gehen. Duncan Kane, aka einer von Veronicas Love Interests.

Die Rolle des Duncan verließ die Serie etwa zur Mitte der 2. Staffel. Zwar sieht man ihn noch einmal kurz im Staffelfinale, doch dies kann man mehr als Gastrolle verstehen.

Duncan Kane ist der Bruder von Lilly Kane, um dessen Mord sich die erste Staffel dreht. Er war Veronicas Freund und machte mehr oder minder ohne große Ankündigung mit ihr Schluss, was Veronica natürlich vollkommen verwirrt zurücklässt. Später stellt sich heraus, dass Duncan glaubte, Veronica sei seine Schwester, was der Grund für die spontane Trennung war. Zum Glück  war diese Vermutung am Ende falsch, weshalb sie ihre Beziehung in Staffel 2 wiederaufnehmen, bis er letztlich die Stadt verlassen musste.

Ich muss sagen, mir gefiel die Rolle von Duncan von Anfang an eher wenig. Anders als z.B. bei Logan, fand ich Duncan stets ein wenig fade und langweilig und das zog sich von Episode zu Episode. Auch in der zweiten Staffel, in der Veronica die Beziehung mit Duncan wiederaufnahm, war ich recht enttäuscht. Nachdem man ihn weder als Lillys Mörder noch als Veronicas Angreifer überführte, hatte ich eigentlich geglaubt, Duncan könne nun zeigen, was in ihm steckt, was er meines Erachtens aber nicht tat. In der ersten Staffel galt er als Red Herring, als möglicher Angreifer Veronicas und Mörder seiner eigenen Schwester. Natürlich musste die Rolle so etwas zwielichtiger und unnahbarer gestaltet werden. Aber sobald seine Unschuld herauskam, hatte ich mir eigentlich erhofft, dass die Rolle ein wenig interessanter werden würde.

Stattdessen wurde ich auch danach nicht mit seiner Rolle warm, obwohl seine Geschichten eigentlich nicht schlecht waren. Er zieht das volle O.C. California meets Beverly Hills 90210 ab. Er ist ein superreicher Teenie mit einer eigenen Wohnung, war kurz in Verdacht seine Schwester in einem Wahn umgebracht zu haben, ist Mitglied einer geheimen High School Bruderschaft, trifft sich mit Veronicas Freundin Meg, die dann schwanger wird und das verheimlicht, weil sie sauer auf Veronica ist, dass sie nun wieder mit ihrem Freund zusammen ist. Später wird Meg durch einen Busunfall schwer verletzt, wodurch ihre Schwangerschaft auch Duncan und Veronica offenbart wird. Meg ahnt, dass sie sterben könnte und bittet Duncan, dass ihre Eltern ihr Baby nicht in die Hände kriegen dürfen, da diese ihre eigenen Kinder mit Gewalt erziehen und sie beim Baby keine Ausnahme machen werden.

Mit dieser Geschichte wird letztlich auch das Ende von Duncan eingeleitet. Denn zusammen mit Veronica (die sich wieder mit Meg vertragen hat und ihr natürlich hilft) kidnappt er sein Kind und flieht mit ihm nach Mexiko. Das FBI ist ihnen da direkt auf den Fersen, denn sie wollen das Baby zurückholen . Natürlich gelingt Duncan die erfolgreiche Flucht und er und sein Baby sind in Sicherheit. Am Ende der Staffel sieht man Duncan in seiner letzten Einstellung, als er den Mord an Aaron Echolls in Auftrag gibt, der der wahre Mörder seiner Schwester ist, aber freigesprochen wird.

Wie gesagt, ich muss sagen, dass ich die Rolle meistens dröge und recht unterbespielt fand. Man hätte mit dem Charakter durchaus mehr schaffen können. Für mich kam auch nie wirklich das Liebesdreieck zwischen ihm, Veronica und Logan richtig hervor, gerade weil ich ihn so unscheinbar fand. Anders als in anderen Sendungen, wo ich oft mitfiebere, so habe ich hier nie wirklich eine Beziehung zu dem Charakter aufbauen können. Logan hatte für mich daher schon den ganz natürlichen Vorteil, einfach weil sein Gegenpart zu langweilig war.

Und doch gab es die eine Geschichte, in der ich Duncan schließlich wirklich überzeugend fand. Leider passierte dies bei seiner Abschiedsgeschichte. Hier sah man eine spannende Handlung, der Charakter wurde endlich interessant dargestellt. Auch am Ende der Staffel fand ich den Twist um Duncan gut, dass er Rache am Mörder seiner Schwester nimmt. Dass er Aaron Echolls kaltblütig umbringen lässt, lässt Duncans dunkle Seite herausstehen und genau davon hätte ich gern mehr gesehen. Ich sage immer wieder, ein guter Charakter muss keineswegs moralisch einwandfrei sein. Im Gegenteil, ein guter Charakter muss Lust auf mehr machen. Die Charaktere müssen die Gründe sein, warum man beim nächsten Mal wieder einschalten will. Sie und ihre Reaktionen auf die Geschichten machen die Cliffhanger erst interessant. Natürlich gibt es auch Charaktere, die moralisch einwandfrei handeln und unterhaltsam sind. Aber auch hier macht der Unterschied zwischen Langeweile und Entertainment aus, ob wir Zuschauer denjenigen so spannend finden, dass wir die neue Folge nicht erwarten können.

Eines muss ich leider zugeben, wenn ich mir die Kane-Zwillinge Duncan und Lilly ansehe, so habe ich Lilly – obwohl diese nur in Rückblicken und Fantasieerscheinungen gezeigt wurde – viel stärker in Erinnerung als Duncan. Und das ist ehrlich gesagt schade, da wir ja in seinen letzten Einstellungen sehen, wie viel man noch aus ihm und seiner Rolle hätten herauskitzeln können.

Wie hat sich die Serie mit seinem Ausstieg verändert? Tja, leider muss ich sagen, dass sein Ausstieg meiner Meinung nach die Serie nicht wirklich beeinflusst hat. Es war weder so, dass die Serie in eine neue Dynamik finden noch das der Charakter unbedingt mit einem anderen ersetzt werden musste. Tatsächlich fand ich sogar, dass Veronica ohne Duncan viel besser dran war. Und nein, das sage ich nicht, weil ich ein Logan-Fan bin. Um ehrlich zu sein, mochte ich die Serie immer am liebsten, wenn sich Veronica  hauptsächlich um ihre Fälle kümmerte, denn diese Folgen stachen meiner Meinung nach immer am stärksten heraus. Ich brauchte die ganzen Liebeskarussells in dieser Serie eher wenig.

Natürlich hat es auch geholfen, dass Veronica in der nächsten Staffel aufs College wechselte, so kam das Thema Duncan auch nicht mehr wirklich auf. Man musste davon ausgehen, dass mit diesem Wechsel viele Neuerungen stattfinden würden. Neue Charaktere wurden eingeführt, die Kulissen verändert. Es ist ein natürlicher Prozess, der bei diesem Wechsel vonstatten geht. Nichtsdestotrotz war der Ausstieg von Duncan in meinen Augen kein Grund, dass die Serie an Fahrt verlor. Auch ein weiteres High School Jahr ohne ihn wäre kein Problem gewesen.

Fazit:

Ich hätte mir gewünscht, dass Duncan ein wenig interessanter gewesen wäre. Seine Ausstiegsgeschichte zeigt die Rolle von einer wirklich spannenden Seite und ich hätte so gern mehr davon gesehen. Obwohl man diese finstere Facette oft in kleineren Stückchen gezeigt hat, wurde sie trotzdem nie ganz entfesselt, was den Charakter meines Erachtens nach so langweilig werden ließ. Na klar, Logan hat auch eine dunkle Seite, aber es ist nicht so, dass nur ein Charakter immer gut und der andere Böse sein muss. Eine dunkle Seite heißt ja nur, dass man nicht immer moralisch handeln muss. Und das muss beileibe nicht unbedingt ausarten.

Nichtsdestotrotz ist Veronica Mars eine Sendung, die man sich anschauen, und die einen wirklich gut unterhalten kann. Gerade Veronica und Keith stechen erheblich hervor und ich finde, dass beide für sich schon die gesamte Serie problemlos hätten alleine tragen können. Ich werde mir die Serie ganz sicher noch mal ansehen.

Insofern, bis zum nächsten Mal!

 

The One where she reviews the finale – Das Serienende von Friends – Wurde es den Charakteren gerecht?

Pola Swanson; Made with Canva

Das erste Thema für einen neuen Blog zu gestalten ist immer eine Herausforderung. Genau aus diesem Grund wollte ich in meiner Wohlfühlzone bleiben und habe mich für eine Fernsehserie entschieden, auf die ich zum ersten Mal Ende der 90er Jahre aufmerksam wurde. Es wird keinen überraschen, wenn ich hierbei von Friends spreche. Schließlich hat die Serie gerade in den letzten Jahren ein phänomenales Cult-Following ausgelöst, weshalb es im letzten Jahr dann auch zur großen Reunion kam. Dabei ging es weniger um ein Reboot der Originalserie, der Fokus lag eher auf dem Austausch gemeinsamer Erinnerungen.

Friends gehört zum Sitcom-Genre und wurde von 1994-2004 in insgesamt 10 Staffeln abgedreht. Laut Wikipedia kam die Serie auf unglaubliche 236 Episoden (https://de.wikipedia.org/wiki/Friends). Neben der Mutterserie gab es sogar das kurzweilige Spin-off Joey, mit Matt LeBlanc, der darin die allseits beliebte Rolle Joey Tribbiani weiter verkörpert. Diese Serie knüpfte jedoch nicht mehr an den Erfolg der Mutterserie an und wurde nach 2 Staffeln abgesetzt (https://de.wikipedia.org/wiki/Joey_(Fernsehserie)).

So viel zu den Fakten, lasst mich jetzt kurz in Erinnerungen schwelgen.
Soweit ich mich erinnere, kam ich mit Friends zum ersten Mal in Berührung, als ich auf die Austrahlung einer Folge von Sabrina – Total verhext gewartet habe und stattdessen diese für mich neue Sendung gesendet wurde. Ich erinnere mich nicht mehr direkt an mein Alter zu diesem Zeitpunkt, ich weiß nur noch, dass ich mich furchtbar geärgert habe, weil ich ein großer Sabrina Fan gewesen bin und die Serie dann nicht ausgestrahlt wurde (sie wurde nicht komplett eingestellt, aber damals hat man die Sendeplätze noch deutlich fluktuierender gestaltet). Aus diesem Grund mochte ich die neue Serie schon aus Prinzip nicht. Und das würde auch so bleiben, versprach ich mir selbst.

Nun, bis ich nach nur einer Folge zum Fan rekrutiert wurde.
Tatsächlich gehört Friends neben einigen anderen Serien noch bis heute zu meinen absoluten Lieblingen. Ich schaue die Serie jährlich, manchmal mehrmals. Den ersten Friends-Marathon habe ich um das Jahr 2008 gemacht, als ich meine DVD Sammlung endlich komplett hatte. Damals hieß es noch, wer zu viele Serien schaut besäße kein Leben, heute ist Bingen zum neuen Hobby geworden … tja, da war ich wohl Trendsetter… 😀

So oder so, ich blieb der Serie all die kommenden Jahre treu und verpasste auch nicht das große Finale, was in Deutschland im Jahr 2005 auf Pro7 ausgestrahlt wurde. Friends war das erste Serienfinale einer Sendung, die ich nicht nur lange verfolgte, sondern auch gerne mochte. Während ich andere Serien mit der Zeit oft schlechter fand und nicht mehr gerne sah, gehörte Friends bis zum letzten Cut! zu meinen All Time Favourites. Dementsprechend traurig war ich auch, als die letzte Szene über den Bildschirm flatterte.

Es gibt eine Menge, was man über Friends und seine letzte Staffel sagen kann. Eine akkurate Review würde Bücher füllen.
Genau aus diesem Grund möchte ich mich bei meinem ersten Beitrag auf das Serienfinale beschränken. Besser noch, auf die Figurenentwicklung des Finales. Haben alle Charaktere meine Erwartungen erfüllt? Bin ich zufrieden und verlasse sie Sendung mit einem zuversichtlichen Blick in die Zukunft?

Eins vorweg: Ich weiß, die Zeiten haben sich geändert und Serien mit einer gewissen Jahreszahl auf dem Buckel ist nicht mehr wirklich mit den heutigen Standards zu vergleichen.  Das sollte jedem bewusst sein, bei Serien, die über 20 Jahre alt sind – und der Friends Pilot geht sogar langsam auf die 30 zu. Also … Ruhe bewahren. Ich beurteile die Charaktere in dieser Rezension nur nach den Charaktervorgaben der Originalserie.

Der Inhalt des Finales ist einfach erklärt. Rachel hat ein Jobangebot aus Paris erhalten und ist drauf und dran, alles und jeden in New York hinter sich zu lassen. Auch ihre Freunde. Und vor allem Ross. Derweil entdeckt dieser zum wiederholten Male seine Gefühle für Rachel und möchte sie aufhalten nach Frankreich zu ziehen. Phoebe, die ohnehin immer der Meinung war, das beide zusammengehören, hilft ihm dabei und gemeinsam versuchen sie, Rachel davon abzuhalten, in den Flieger zu steigen, um ihr neues Leben zu beginnen.
Im selben Atemzug liegt Erica, die Frau, von der Monica und Chandler ein Baby adoptieren wollen, in den Wehen. Am Ende kommt es hier zu einer unerwarteten Wendung, denn Erica bekommt nicht nur ein, sondern gleich ein zweites Baby. Und Joey … nun, der tut sich schwer mit all den Änderungen.

Ein Finale zu schreiben ist immer schwierig. Man muss alle roten Fäden zusammenführen, die Charaktere mit Würde gehen lassen und den Zuschauer trotzdem unterhalten, obschon jeder weiß, dass es keinen Cliffhanger oder weitere Erklärungen mehr geben wird. Ich finde, dass Friends das eigentlich ganz gut hinbekommen hat. Am Ende blieb kein Auge trocken. Weder bei den Darstellern noch bei den Zuschauern. Daran erkennt man, wie viel Leidenschaft die Schauspieler in die Figuren steckten.
Aber am besten beschreiben wir das Finale der Charakter im Einzelnen.
Fangen wir an mit…

Phoebe:

Eine überaus große Rolle spielt Phoebe im Finale nicht. Sie hatte keine richtig eigene Geschichte, dennoch bekam sie eine angemessene Screen Time. Wenige Folgen zuvor heiratete Phoebe ihren seelenverwandten Mike, der auch im Finale noch ein letztes Mal zu sehen ist. Beide führen eine harmonische Beziehung und Phoebe hat das Gefühl, endlich im Leben angekommen zu sein. Für ihren Charakter wurden am Ende keine unnötigen Skandale oder Probleme mehr eingeführt, was ich gut finde, denn das hätte nur zu unnötigem Stress geführt. Stattdessen füllt sie hier die Rolle der besten Freundin aus, deren Ziel es ist, dass all ihre Freunde genau so glücklich sind wie sie und Mike.
Meines Erachtens ist Phoebes Charakter in einer sehr guten Art und Weise zu Ende geführt worden. Ein letztes Mal werden wir Zeuge, wie sie in ihrer erfrischend ehrlichen Art versucht, ihre beiden besten Freunde zusammen zu bringen. Schon während der 8. und 9. Staffel, als Ross und Rachel ihre Tochter Emma willkommen heißen, fragt sie Ross mehrmals, warum es zwischen ihm und Rachel nicht funktioniert. Deshalb ist es nur verständlich, dass sie Ross nun erneut drängt, endlich Klarschiff zu machen, bevor Rachel für immer fort ist.
Phoebe brauchte am Ende keine eigene Geschichte mehr, denn ihre Storyline hatte einen schönen Abschluss in Form eines Neuanfangs, als man Zeuge ihrer doch sehr romantisch chaotischen Hochzeit inmitten eines Blizzards wurde. Wir wissen durch vorangegangene Episoden, dass sie insgeheim von einem kleinen Haus in der Vorstadt und einer Familienkutsche träumt, mit dem sie die Kinder zum Sport fährt. Im Klartext eine Familienstruktur, die sie selbst nie erleben durfte. Und genau deshalb können wir davon ausgehen, dass Phoebes Zukunft wenigstens zum Teil ähnlich aussehen wird.
Ich persönlich mag den Charakter von Phoebe. Sie ist stets brutal ehrlich zu ihren Freunden und zeigt ihnen ihr Verhalten deutlich auf – auch wenn sie oft ein bisschen gemein oder schnippisch rüberkommen kann. Dass sie auch im Finale einen Part übernimmt, der ihre Freunde auf den rechten Weg führen soll, zeigt klar, wie sie in der Gruppe wahrgenommen wird. Als diejenige, die ihnen die unangenehmen Dinge des Lebens aufzeigt. Sie sagt zu Ross: Geh, oder du verlierst sie! Sei mutig oder du bereust es. Am Ende hat sie selbst einen großen Schritt in ihrem Leben gemacht und bereut es nicht, nun mit Mike eine eigene Familie gründen zu können.
Phoebes Finale ist ein gutes Ende und es gibt Hoffnung, dass der Charakter in der Serienrealität eine wunderbare Zukunft vor sich hat. Vielleicht eine, die nicht immer einfach ist, aber eine, die sie meistern wird. Denn mal ehrlich, Mike ist der perfekte Mann für sie. Er versteht ihre Verrücktheit, spielt ihr Spiel mit, ist aber auf der gleichen Augenhöhe wie sie und beide zeigen einander ihre Grenzen auf. Ich war mit Phoebe sehr zufrieden, auch wenn ihre Rolle in dieser Folge nicht übermäßig viel mit einer eigenen Geschichte vertreten war.

Monica und Chandler

Wer hätte am Anfang der Serie einmal geglaubt, dass Monica und Chandler das Vorzeigepaar der Serie wird? Die Macher sicher nicht, denn ursprünglich war diese Paarung nicht geplant. Zum Glück haben sie jedoch am berühmten Go with the Flow orientiert, die beiden Figuren sich austesten lassen … und gemerkt, wie perfekt sie zueinander passen.
Ich möchte nicht wirklich auf ihre ganze Hintergrundgeschichte eingehen, denn darum geht es hier nicht. Lieber spulen wir bis zum Ende vor.
Nachdem Monica und Chandler keine eigenen Kinder bekommen konnten, beschlossen sie eins zu adoptieren. Erica, ein doch eher schlichtes Mädchen suchte sie nach einem eher chaotischen Zufall als ihre Adoptiveltern aus, was Mondler an ihr Ziel brachte, endlich Eltern sein zu dürfen.
Gerade für Monica, deren Traum es seit frühster Kindheit war, Ehefrau und Mutter zu sein und deshalb sogar ihre Beziehung mit Richard löste, ist das der Hauptgewinn. Es ist schön, dass die Macher Monica diesen Wunsch erfüllt haben. Sie liebt es, Menschen zu bemuttern – und dass am Ende Zwillinge dabei herauskommen, ist die Kirsche auf dem Eisbecher.
Auch für Chandler, der mit Monica endlich seine eigene eher schwierige Kindheit überwinden konnte, kann (nachdem er sich so lange um Joey kümmerte) endlich zeigen, was in ihm steckt und das er ein Familienmensch ist. Chandler leidet unter einer Menge Unsicherheit, doch kann man sagen, dass er stets zu seinen Freunden steht und ein fabelhafter Vater sein wird. Neben den Kindern hat er auch endlich einen Job gefunden, den er liebt und da beide nach dem Serienfinale in die Vorstadt ziehen, kann man bei ihrer Familie schon beinahe von einem bilderbuchartigem Ende sprechen. Could he BE more happy?
Sowohl Monica als auch Chandler haben den Jackpot gewonnen. Für ihre Charaktere ist das Ende voller Zuversicht und man merkt als Zuschauer deutlich, wie froh man für die beiden ist. Beide sind glücklich und sehen der Zukunft freudig entgegen.
Im Finale haben die beiden neben Ross und Rachel eine der Hauptgeschichten gespielt, und ich muss sagen, der Einsatz hat sich gelohnt. Mir gefiel die Storyline, denn sie beendete eine lange Reise voller Wünsche, die vorher oft zu Herzschmerz führte, positiv. Es ist das, was beide Charaktere sich im Laufe der Serie gewünscht haben.

Ross und Rachel

Ich weiß, ich weiß … Wenn man in einem Fandom ist, dann kriegt man unweigerlich eine Menge Meinungen zu Themen wie z.B. Liebeskarussells mit. Ross ist keinesfalls der beliebteste Charaktere in der Friends – Welt, dies zeigt sich rasch, wenn man hin und wieder die Kommentarsektion besucht.
Um Ross‘ Beliebtheit geht es hier aber nicht. Ich beschäftige mich mit der Frage, ob die Geschichten der Hauptcharaktere zum Ende abgerundet wirkten. Und meiner Meinung nach passierte das bei Ross und Rachel.
Denn unweigerlich haben gerade die beiden die gesamte Serie lang Höhen und Tiefen erlebt, wie kaum andere Charaktere. Die Figuren wurden stets mit großer Sorgfalt behandelt und regelmäßig mit interessanten Themen bespielt. Und genau das spiegelt ihre Endgeschichte wider. Anders als bei Monica und Chandler, die zwar auch Dispute miteinander hatten aber sich doch durch alles durchkämpften, gaben Rachel und Ross oft zu schnell auf. Das führte zwar zu interessanten Storylines, aber auch zu jeder Menge Drama. Man merkte, dass sie nie voneinander loskamen, dennoch schafften sie es selten, über eine längere Zeit zusammenzubleiben, nachdem Ross‘ Eifersucht sie in der 3. Staffel zum ersten Mal trennte (Hatten sie denn nun eine Beziehungspause oder nicht?).
Nichtsdestotrotz lese ich immer wieder, dass sich Leute beschweren, Ross hätte Rachel von ihrem Traum aufgehalten, nach Paris zu ziehen. Stimmt das?
Nun, ich sehe es so, in 10 Jahren Friends redete Rachael zwar oft von ihrem Traum, in der Modebranche groß rauszukommen, aber um ehrlich zu sein, hatte sie nie wirklich die größten Ambitionen im Ausland zu arbeiten. Jedenfalls kam dieser Wunsch niemals wirklich deutlich zum Vorschein. Sicher, in einer Sitcom wäre so etwas unmöglich, da der Charakter sonst aus der Serie fiele, allerdings gab es nie Folgen, wo sie eine Auswanderung thematisierte. Nicht, wie z.B. Onkel Jesse in Full House, der andauernd davon sprach auf Tour zu gehen oder ein großer Musikstar zu werden.  Er hat es sogar bis Japan geschafft.

Tatsächlich hegte Rachel im Grunde bis zum Ende Zweifel, ob sie diesen Schritt wagen sollte. Sie freute sich zwar auf einen Neuanfang aber so wirklich habe ich es ihr nicht abgekauft. Von Anfang an war mir eigentlich klar, dass sie nicht fahren wird. Ich finde, Jennifer Aniston spielte die Figur , als sei Rachel innerlich zerrissen, ob dies wirklich die richtige Entscheidung sei. Auch, weil eine so große Veränderung natürlich auch Emmas Leben nachträglich beeinflusst. Seien wir ehrlich, Rachel entscheidet als Mutter nicht nur für sich selbst, auch für ihre Tochter Emma. Man kann Ross meiner Meinung nach nicht unbedingt puren Egoismus vorwerfen, schließlich ist Emma auch seine Tochter. Sie regelmäßig sehen zu wollen, finde ich nachvollziehbar. Nicht umsonst treffen sich Paare oft vor Gericht, wenn es um die Frage geht, wohin der Elternteil umziehen möchte, der die Kinder großzieht. Ross hat hier von vornherein gesagt, dass es für ihn okay wäre, wenn Emma den Kontinent wechselt. Was erstaunlich ist, da er mit Sicherheit nicht genug Geld hat, um jedes Wochenende mal eben nach Paris zu fliegen, um sie zu sehen. Klar, Geld spielt bei Sitcoms meist nur eine untergeordnete Rolle, aber ganz außer Acht lassen kann man es nicht. Und man darf ebenso nicht vergessen, dass er damals wegen Ben unbedingt in New York bleiben wollte, als es darum ging, zu Emily nach London zu ziehen. Aber das ist ein anderes Thema – auch weil die Serie da natürlich noch nicht vorbei war und man Ross‘ Charakter brauchte.
Genau wie man es in Hollywood erwartet, erkennt Rachel am Ende doch, wie sehr ihr an Ross liegt und dass sie nicht fliegen möchte. Gerade, als Ross alles verloren glaubte, kehrt sie zurück. Und damit schließt sich das Kapitel Ross und Rachel mit einem Happyend.
Okay, vorne weg: Ich finde, ihre eilige Zusammenkunft ist genau das – übereilt. In Staffel 10 gibt es 18 Episoden und nur wenige Folgen zuvor drehte sich noch alles um Rachel/Joey und Ross/Charlie. Sicher, Ross hatte von Anfang an Probleme mit Joey und Rachel. Dennoch habe ich nicht das Gefühl vermittelt bekommen, dass dies von einer heimlichen Liebelei kommt, sondern eher, weil Ross grundsätzlich Probleme damit hatte, dass sein bester Freund seine Exfreundin und die Mutter seiner Tochter datet. Ich glaube kaum, dass – wäre eine 11 Staffel erschienen – Ross und Rachel am Ende der 10. Staffel ein Paar geworden wären. Dass Mondler Eltern werden oder Phoebe heiratet, das war die logische Schlussfolgerung vorangegangener Geschichten. Der Babywunsch von Monica und Chandler beschäftigte sie seit Ende der 8. Staffel und war ein großer Faktor in Staffel 9 und 10. Auch Phoebes Beziehung zu Mike verfolgte man seit Staffel 9. Klar, das Auf und Ab bei Ross und Rachel kannten wir Zuschauer seit Folge 1. Trotzdem merkte man, dass die Geschichte künstlich beschleunigt wurde.
Natürlich kann es viele Gründe für die Eile geben. Die Staffel war deutlich kürzer als die vorangegangenen und deshalb mussten erst die Cliffhanger von Staffel 9 aufgearbeitet werden. Nichtsdestotrotz wirkt das Ende der beiden gehetzt. Natürlich liegt der Vorteil hierbei, dass man durch ihre sehr intensive Vorgeschichte mit der Eile durchkommt. Die beiden wirkten immer gehetzt, was ihre Beziehung angeht. Sie waren auch immer eng miteinander verbunden, nicht zuletzt durch Emma. Es überrascht also nicht, dass sie auch hier einen Zahn zulegen. Auch in Staffel 4 und 5 wo es um Emily und die Hochzeit ging oder in Staffel 6 mit der Annullierung der Vegas Ehe, waren die beiden immer sehr schnell von 0 auf 100 und wieder zurück auf 0.
Dass Ross und Rachel also wieder „plötzlich“ romantische Gefühle entwickeln, ist nicht ungewöhnlich und meist Thema jeder Staffel ab einem gewissen Punkt.
Dennoch wäre es schöner gewesen, hätte man die Geschichte etwas früher angefangen. An sich haben beide ein zufriedenstellendes Ende bekommen, denn sie sind endlich zusammen. Sicher, vielleicht wäre es ebenso interessant und konsequent gewesen, wenn Rachel auch beruflich den Schritt nach vorn gewagt hätte. Aber ich glaube im Jahr 2004, ergo zum Ende der Serie, hätte dieses Ende nicht wirklich gefallen. Damals wollte man Ross und Rachel um jeden Preis.
Das Finale der beiden Charaktere stimmt mich im Großen und Ganzen aber zufrieden. Ja, eventuell wäre eine etwas andere Ausgangslage wünschenswert gewesen. Vor allem weil es ein wenig so aussieht, als werfe Rachel ihre berufliche Karriere für einen Mann weg, von dem sie sich letztlich regelmäßig wieder trennt.
Aber wie gesagt, für die Erwartung an das 2004er Finale haben sie ein zufriedenes Ende erhalten, das zeigt, dass beiden eine gemeinsame Zukunft offensteht. Und vielleicht kommt Ross ja auch nach Paris mit? Schließlich könnte er ja auch einen englischen Studiengang an der Sorbonne unterrichten.
Auf jeden Fall hat mich ihre Geschichte bis zum Ende mitfiebern lassen. Die Story lieferte eine Menge lustiger Sitcom-Momente, viele traurige Szenen und auch eine gehörige Portion Spannung. Enttäuschung kam beim Sehen nicht für mich auf, weshalb ich es als gelungen betrachte.

Joey

Ach ja, das Sorgenkind.
Es gibt Gründe, warum ich mit Joey bis zu Schluss gewartet habe. Und sie alle haben mit meiner sehr großen Enttäuschung zu tun, die mit seinem Ende einhergeht.
Alles in Allem mag ich das Friends-Finale. Ich habe eine Menge Serien in meinem Leben gesehen und damit auch eine Vielzahl an Finalen. Friends gehörte da für mich zu den besseren Enden. Und doch … Joeys Abschied lässt mich mit einem faden Beigeschmack zurück.
Erst einmal: Ja, es gibt ein Spin-Off von Friends. Und in diesem Spin-Off geht es um Joey. Unser lieber Joseph zieht dabei nach L.A. und möchte als ernstgenommener Schauspieler durchstarten. Übersetzt heißt das, er beginnt einen Neuanfang, ist dabei sein Leben zu ändern. Obschon er die gesamte 10. Staffel unter den Veränderungen leidet. Hätte man diese innere Zerrissenheit ins Finale einbinden können? Joeys Frage, ob auch er einen Neuanfang benötigt? Vielleicht erste Gedanken, ob ein Umzug von Vorteil wäre?
Kurze Antwort: JA!
Hat man es getan?
Nein.
Ich weiß nicht, wann das Joey Spin-Off grünes Licht erhalten hat, dennoch muss man zum Zeitpunkt des Finales doch wenigstens mit dem Gedanken gespielt haben, Joeys Geschichte weiterzuspinnen. Und egal, ob man sich letztlich für ein Spin-Off entschieden hätte oder nicht, es bräche sich doch keiner einen Zacken ab, hätte man ihm wenigstens eine Zukunftsperspektive in Aussicht gestellt. Schön, dass er wieder ein Huhn und eine Ente pflegen durfte, aber mal ehrlich, was sollte das? Zumal die beiden Tiere damals nicht einfach nur sang- und klanglos von der Bildfläche verschwanden, sondern Joey anscheinend nicht einmal mitbekam, dass die beiden krank waren. Sonst hätte Chandler sie sicher nicht auf die „Farm“ gebracht.
Dabei gab es auch während der 10. Staffel eine Menge Möglichkeiten, Joeys Charakter voranzubringen.
Estelle, seine Agentin, starb nur wenige Folgen vorher. Man hätte das nutzen können, ihn mit einem neuen Agenten erfolgreicher schreiben können. Vielleicht ein Angebot aus L.A.? Hey, warum nicht, schließlich geht’s doch um einen Umzug nach Los Angeles in seinem neuen Spin-Off. Ebenso gut hätte Estelle ihm Geld vererben können.  Vielleicht wäre er damit mal nach Italien gefahren, hätte seine Wurzeln erkundet oder vielleicht sogar eine Pizzeria geerbt. Für das Spin-Off hätte man ja sagen können, sie sei pleite gegangen, falls dieses Figurenfinale die geplante Joey Serie irgendwie gefährdet hätte. Oder aber mit dieser Idee das Spin-Off aufbauen.
Natürlich gab es auch die Möglichkeit, ihm eine Frau an die Seite zu geben, die seine Seelenverwandte hätte sein können. Vielleicht in Form einer neuen Mitbewohnerin, jetzt, wo Rachel nach Paris wollte.
Mir fallen gerade eine Menge möglicher Storylines ein, umso trauriger, dass Joeys Figur so in den Hintergrund geriet. Vor allem, weil sie gerade mit ihm ein Spin-Off wollten. Der Charakter hätte demnach interessanter gemacht werden müssen, damit die Zuschauer sagen: Hey, von dem wollen wir mehr sehen!

Stattdessen bekommt Joes überhaupt nichts, außer ein paar Lacher, die erneut auf seine infantile Art abzielen. Man reduziert seinen Charakter , dabei ist er in der Serie ein angesehener Soap-Schauspieler. Und selbst wenn man hier hineingrätscht, so gab es die Möglichkeit, ihn sich fragen zu lassen, ob er beruflich in die richtige Richtung geht (und damit eine hübsche Brücke nach L.A. bauen können).
Von allen 6 Figuren ist Joey im Finale mit Abstand am wenigsten bespielt worden. Ich finde das traurig, weil es durchaus Chancen gab, ihn einzubinden. Phoebe hilft Ross … und Joey? Er malt ein Plakat. Und das ist nicht einmal schön, sondern er setzt sich in die Farbe wie ein 6-Jähriger. Inwiefern macht das Spaß auf ein Spin-Off?
Joeys Ende enttäuscht mich jedes Mal. Vor allem, weil es 18 Folgen lang die Möglichkeit gab, ihm einen passenden Abschluss zu offerieren. Genau wie bei Phoebe, die vielleicht im Finale keine eigene Geschichte hatte, aber trotzdem vorher zu einem vernünftigen Ende fand.

Fazit:

Wie bereits erwähnt, mag ich das Friends-Finale sehr. Beide Hauptgeschichten sind spannend, emotional und witzig. Ebenso gefallen mir bei 5 von 6 Charakteren ihre Endgeschichten – auch wenn eine Figurenentwicklung schon früher abgeschlossen wurde.
Sicher, es gibt ein paar Fragezeichen bei Ross und Rachel, aber seien wir positiv und sagen, Rachels möglicher Abschied war das Bisschen, was ihre Liebe brauchte, um endlich für immer zu halten.
Lediglich bei Joey wurde ich enttäuscht zurückgelassen, da selbst Gunther ein besseres Ende vorwies, Joey aber nur halbherzig behandelt wurde. Es gab weder auf beruflicher noch auf privater Ebene irgendeinen Lichtblick, nicht einmal einen Abschluss oder eine Idee, was er in Zukunft machen könnte. Dabei hätte eine einzelne kleine Szene, wo er einen wichtigen Anruf bekommt, schon viel ausgemacht. Man brauchte dazu nicht einmal eine richtige Storyline und vor allem benötigt ein Anruf kaum Zeit. In nicht einmal zwei Minuten hätte man einen Anruf mit möglichem Jobangebot in L.A. durchaus abdrehen können (im Finale gab es für ihn ohnehin nicht wirklich was zu tun, da hätte man auch das hineinschreiben können).
Nichtsdestotrotz habe ich bei allen Serienfinalen, die ich in meinem Leben sah, eins gelernt: Man kann nicht alles haben. 90% Zufriedenheit ist nicht schlecht. Qualitativ betrachtet gehört Friends zu den Besten. Und das nicht nur in ihrem Finale, sondern vor allem in ihrer gesamten Sendezeit. Mit dem Gedanken würde ich diesen Artikel abschließen.

Bis zum nächsten Mal!

Zu: Die Überarbeitung von Converted

Hallo ihr Lieben,

lange ist es her, seitdem ich mich zu meiner anderen Bookisode-Reihe „Converted“ gemeldet habe. Genau aus diesem Grund, hole ich das jetzt einmal nach 🙂

Die Überarbeitung befindet sich noch im Prozess, doch es geht ganz gut voran. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass sich der Großteil der Geschichte geändert hat. Dies geschah vor allem aus dem Grund, dass ich versucht habe, die Komplexität aus der Geschichte zu nehmen. Für mich gab es viel zu viele dieser komplexen Darstellungsweisen, weshalb mir die Geschichte nie ganz so rund vorkam.

Einige Charaktere aus meiner Ursprungsidee habe ich ziehen lassen, dafür dürfen wir uns aber auch auf neue freuen. Dazu habe ich meine Schreibweise ein wenig verändert. Um Zeit zu sparen, beschloss ich kurzerhand, die komplette Staffel auf einmal zu schreiben. Das bedeutet natürlich, dass ich länger für ein Printbuch brauche, sie allerdings schneller hintereinander erscheinen können. Das gleiche gilt auch für den Schreibprozess bei den Adaire Chroniken.

So erhoffe ich mir, dass ich die erste Staffel von „Converted“ spätestens zum Herbst hin veröffentlichen kann. Ich habe die Geschichte nicht vergessen, ganz im Gegenteil, mein Kopf platzt momentan vor Ideen zu der Geschichte.

Aber wie gesagt, manchmal muss man versuchen, die Dinge noch einmal neu zu betrachten. Dann erkennt man, was man mit der Geschichte wirklich sagen wollte.

Bis dahin

Pola

Die Adaire Chroniken – Verkündung des Titels

Hallo allerseits,

lang ist es her, seitdem die „Adaire Chroniken – Ein Hauch von Geheimnis“ im Handel erschienen ist. Allerdings hat das Warten auf das Staffelfinale bald endlich ein Ende, denn ich stehe kurz vor der Fertigstellung des letzten Bandes der ersten Staffel.

Ein Grund für die Wartezeit, ist vor allem die horrende Seitenzahl, auf die ich ehrlich gesagt nicht wirklich vorbereitet gewesen bin. Die Geschichten der ersten Staffeln zu Ende zu bringen, hat mich deutlich mehr Zeit als erwartet gekostet. Nichtsdestotrotz war dies notwendig, schließlich formen sich hier zum Teil auch die Geschichten für die nächste Staffel.

Weil die Zeit nun gekommen ist, möchte ich gerne den Titel des neuen Buches verraten, auch um die Spannung etwas zu erhöhen 😉 :

Die Adaire Chroniken – Haben Sie das von den Adaires gehört?, wird die Bookisodes 1.18. – 1.27. beinhalten und wird die Zeit zwischen Halloween und Silvester beschreiben.

Da ich oft dazu neige, mehr zu verraten, als ich sollte, halte ich mich lieber mit großen Ankündigungen zurück.  Dennoch möchte ich ein paar Dinge verraten, die die Vorfreude auf das neue Buch schüren könnten:

Jordan wird sich ihren Gefühlen für Clark bewusst.

Stan erfährt eine unangenehme Wahrheit.

Jacob darf endlich Gast in seiner Lieblingsmusikshow werden.

Erin bekommt eine neue Freundin, die vor allem ihrem Vater sehr missfällt.

Am Ende des Jahres werden einige Veränderungen auf die Familie Adaire zukommen. Im Fokus steht hier vor allem Jacob.

Ein genaues Erscheinungsdatum steht leider noch nicht fest, ich gehe aber davon aus, dass es im August endlich soweit sein wird.

Bis dahin alles Gute,

Pola

 

Converted Staffel 1: Vorerst aus dem Verkauf genommen

Wie bereits angekündigt, arbeite ich an einer kompletten Überarbeitung meiner Bookisode-Fantasy-Reihe Converted.

Aufgrund dessen habe ich alle bislang erschienenen Bookisoden vorerst aus dem Verkauf genommen, um eine möglichst zufriedenstellende Neuauflage zu erarbeiten. Wie BoD mir schrieb, wird die Löschung zum Monatsende vorgenommen.

Bislang plane ich die Neuauflage ähnlich wie bei den Adaire Chroniken zu verfassen, also mit mehreren Printausgaben, weil ich bereits jetzt absehen kann, dass die Seitenanzahl der einzelnen Bookisodes sehr wahrscheinlich die Grenze der mir möglichen Seitenanzahl pro Buch bei BoD deutlich übersteigen wird.

Wann es soweit ist? Nun, ich werde die Termine so bald wie möglich herausgeben – wann immer ich selbst darüber im Klaren bin 😀

Bis demnächst,

Pola

PS: Wer trotzdem etwas Lesestoff haben möchte, hier geht’s zu meinen bislang erschienenen Büchern.

Die Adaire Chroniken – Das große Staffelfinale: Ein Zwischengedanke

Meine lieben Leser,

obschon es bei uns (für manche zum Glück) noch eine Weile bis zum nächsten Weihnachtsfest hin ist, so wird die Familie Adaire ihr großes Staffelfinale in den letzten Tagen des Jahres 1960 feiern.

Wer sich zurückerinnert, im Prolog des allerersten Bandes Was vom Tage übrig blieb , zieht Jordan Adaire ein Fazit über das vergangene Jahr und stellt dabei fest, eine Menge Ärgernisse überwunden zu haben und ebenfalls auf ein eher unsicheres, neues Jahr zu blicken.

Die Frage, die ich mir beim Schreiben stellte, lautete : Wie viel verrate ich in diesem Prolog? Und wie viel ist zu viel, falls Story-Änderungen oder Spoileralarm dann die Lust zum Lesen mindern?

Natürlich hatte ich die Geschichte im groben zusammen, aber nach nun mehr zwei Büchern und einem im Schreibprozess, muss ich gestehen: Die Geschichten sind noch einmal deutlich ausschraffierter geworden als zunächst erdacht. Das wird vor allem an der Seitenzahl ersichtlich. Bereits bei Ein Hauch von Geheimnis, musste ich die Schriftgröße minimieren, da sonst das Buch im Verkauf teurer gewesen wäre. Trotzdem finde ich, hat es sich gelohnt, der Story mehr Raum zu geben, denn so konnten sich die Charaktere mehr öffnen.

Jetzt, wo ich mich langsam dem Ende der Staffel annähere, merke ich, wie der Kreis sich langsam schließt. Die ersten Geschichten sind da, das erste Fundament steht und ich denke, die letzten Storys für die Familie Adaire stellen einen ganz guten Ausgangspunkt für Staffel 2 dar.

Ich weiß bereits jetzt, dass Staffel 2 eine Menge Arbeit und Seiten kosten wird, denn allein beim groben Abriss der Geschichte sprechen wir von einem erheblichen Umfang. Trotzdem glaube ich, dass die erste Staffel dem in nichts nachstellen wird.

Generell lernt man bei einer ersten Staffel die Charaktere erst einmal kennen. Neben- und Kurzzeitcharaktere helfen dabei, die Hauptcharaktere ein wenig besser zu verstehen. Zunächst geht es darum, gewisse Charaktere entweder lieben oder hassen zu lernen. Auch wird es am Ende einer ersten Staffel immer einige Umbrüche geben.

Auch bei den Adaires wird es eine kleine neue Ausrichtung geben, denn letztlich werden die angefangenen Geschichten im großen Teil auserzählt sein. Trotzdem spüren wir auch in der 2. Staffel weiter die Nachwehen der vorangegangenen.

Aber nun zurück zu Staffel 1. Und vor allem zu ihren Geschichten und Protagonisten.

Ganz vorne bei den Geschichten haben wir natürlich die kleine Intrige von Clark und Jill, die die doch sehr die angeknackste Ehe von Jordan und Stan belastet. Kennengelernt durch einen Zufall, haben sie sich zu einem Duo Infernale entwickelt, was sich aber gleichzeitig Spinne Feind ist. Obschon beide dasselbe Ziel verfolgen, verlieren sie sich stets in internen Streitereien. Auch im 2. Band konnten wir am Ende einen großen Streit verfolgen, weil Jill Clarks Befehlen nicht mehr folgen wollte.

Natürlich liegt es nahe für Jill, den Spieß jetzt einfach umzudrehen. Aber ob ihr das so nützlich wäre?

Generell fragt man sich, inwieweit eine solche Intrige am Ende überhaupt funktionieren kann. Ist es möglich, solch einen Plan lange geheim zu halten? Oder gar erfolgreich abzuschließen?

Vor allem Dwights Auftauchen bringt sowohl Jill als auch Clark in Bedrängnis. Eines ist sicher: Es wird etwas passieren. Aber was?

Kommen wir zum nächsten Punkt: Dem rebellischen Jacob.

Jacob ist ein Charakter, der mir doch sehr ans Herz gewachsen ist. Generell mag ich die beiden Teenager-Rollen, da jene einfach noch sehr unverbraucht sind. Als Erwachsener hat man bereits eine Menge Erfahrungen gesammelt und wurde durch diese auch geprägt. So etwas schlägt sich auch in den Charakteren nieder. Ein sechzehnjähriger Clark würde eventuell ganz anders handeln oder aber sein Handeln würde bei Außenstehenden als komplett anders angesehen werden. Jacob und Erin stehen allerdings ziemlich am Anfang ihres Lebens. Jeder Erfahrungswert ist kostbar und jegliche Erkenntnis prägt.

Was ich an Jacob so mag, ist, dass er tatsächlich ein Rebell ohne ersichtlichen Grund ist. Er ist ein netter Junge, der seine Familie liebt und sie beschützt. Dennoch schafft er es einfach nicht, keine Schwierigkeiten zu provozieren. Er probiert gerne neue Dinge aus, auch wenn er weiß, wie gefährlich sie sind. Dazu fällt es ihm schwer, sich anzupassen, weshalb er gerne übertreibt. Jacob hegt einen großen Beschützerinstinkt, was im letzten Band erneut zu Schwierigkeiten führen wird. Dennoch kann er schwer Grenzen ersehen und diese einhalten. Insofern würde ich ihn als einen der komplexeren Charaktere sehen.

Seine Entwicklung wird eine der interessantesten werden, davon gehe ich stark aus. Allerdings weiß ich auch schon, was mit ihm als nächstes passieren wird, weshalb dies keine Hellseherischen Kräfte benötigt 🙂

Auch Erin ist ein komplexer Charakter. Sie ist zunächst schüchtern, aber Johnnys Tod wird sie im folgenden Band nicht nur beschäftigen, sondern auch sehr prägen.

Dabei sprechen wir nicht nur von Johnnys Tod. Als schüchternes Mädchen ist sie natürlich gutes Futter für Hänseleien aller Art gewesen. Und obwohl ihre Ansichten, was zum Beispiel Emanzipation angeht, doch sehr progressiv sind, so traut sie sich als Jugendliche natürlich nicht allzu sehr aus ihrem Schneckenhaus heraus.

Erin hatte es diese erste Staffel schwer, das Finale wird es ihr ebenfalls nicht einfach machen. Dennoch steckt in ihr Potenzial für eine sehr starke Frau.

Was Stan angeht? Nun, natürlich kann man ihn als eine Art Schuldigen sehen, genauso wie eine Art Spielfigur, doch Fakt ist, auch er ist nur ein Mensch mit Fehlern. Stan spiegelt meiner Meinung nach einen sehr unsicheren Menschen wider, der sich in der Rolle des „Mann im Hauses“ weniger wohl fühlt als er zugibt. Die Tatsache seiner Eifersucht treibt nicht Jordan in die Arme eines anderen Mannes (jedenfalls zu Beginn), sondern ihn in die Arme einer anderen Frau. Und obschon Jordan Gefühle für Clark entwickelt, hatte doch alles mit Stan und Jill begonnen.

Stan liebt seine Familie und ist hin und hergerissen, was seine Gefühle angeht. Zunächst lässt er seinen Ehefrust bei Jill heraus, dann aber bemerkt er, wie viel Freude sie ihm bereitet. Etwas, was ihn vielleicht verwirrter zurücklässt als erdacht.

Dadurch, dass Jordan und er so früh Eltern wurden, waren sie mehr oder minder dazu gedrängt, zu heiraten, konnten dabei aber niemals austesten, ob sie einander auch wirklich haben wollten. Genau jenes Schicksal kann ihnen nun zum Verhängnis werden.

Natürlich stellt sich deshalb die Frage: Sind beide wirklich füreinander bestimmt?

Und das führt uns zu Jordan, denn um sie und ihr Leben geht es eigentlich am meisten. Jordan ist über- wie unterfordert, eine liebende Mutter, die es gleichzeitig aber auch gerne übertreibt. Sie leidet unter den Zurückweisungen ihres Mannes und hat das Gefühl, vom Leben abgehängt zu werden, da sie sich nicht mehr gebraucht fühlt. Trotzdem merkt man stetig, dass ihre Familie sie dennoch dringend benötigt, weil sie der Leim ist, der das Schiff zusammenhält.

Jordans Über- und Unterforderung als Frau und Mutter lässt sie am Ende verzweifeln und zum Alkohol greifen. Sicherlich fragt man sich, wie weit dieses Problem gehen wird. Alles begann mit einem Streit und es endete (bislang) mit der Tatsache, dass Jordan tatsächlich Gefühle für einen anderen Mann hegt. Noch hält sie an ihrer Ehe fest. Wegen der Tradition. Wegen der Gesellschaft. Wegen ihrer Kinder. Wegen vermeintlicher Perspektivlosigkeit.

Aber wie lange werden diese Argumente reichen?

Zum Glück gibt es noch ein 3. Band, welches einige dieser Fragen klären wird. Genug Ideen gibt es noch in meinem Kopf. Und ich werde versuchen, sie möglichst rasch niederzuschreiben 🙂

Die Adaires liegen mir sehr am Herzen, wie man vielleicht bemerkt, denn ich mag ihre Geschichten äußerst gerne und schreibe sie auch mit sehr viel Enthusiasmus. Vielleicht liegt es daran, dass sie mich bereits so lange begleiten und ich ihre Geschichten schon eine ganze Zeit in meinem Kopf habe. So oder so, jetzt ist die Zeit gekommen, sie endlich niederzuschreiben.

Genau aus diesem Grund hoffe ich, bald das große Staffelfinale veröffentlichen zu können, damit auch meine Leserschaft immer mehr Freude an dieser Familie entwickeln kann.

Bis dahin alles Gute,

Pola

Die Adaire Chroniken – Der ersten Bookisode Titel stehen fest!

Nach der Veröffentlichung ist vor der Veröffentlichung!

Meine lieben Leser,

es ist noch nicht so lange her, seitdem Flapper! Das Leben der Theda McGuffin erschienen ist, trotzdem arbeite ich bereits jetzt an dem dritten und letzten Teil der ersten Staffel der Adaire Chroniken.

Wie immer fällt es mir besonders schwer, einen guten Namen für ein gesamtes Buch finden, was das Buch natürlich mehr oder minder in einem Wort oder einem Satz erklärt.

Bei den Adaire Chroniken habe ich es mir deshalb zur Gewohnheit gemacht, das Buch einfach wie eines seiner Kapitel zu nennen, da ich denke, dass diese Handhabe am Ende die beste Titelwahl ist. Letztlich repräsentiert ein Titel ja auch immer das Buch, also was liegt näher, als das Buch nach einem der Bookisodes zu benennen?

Sicherlich stehe ich erst am Anfang des Schreibprozesses, und auch wenn ich bereits voller Ideen und Tatendrang bin, wird es noch einige Zeit in Anspruch nehmen, das Buch für eine Veröffentlichung vorzubereiten.

Nichtsdestotrotz möchte ich kurzerhand die Neugier etwas nehmen und habe beschlossen, die (vorläufigen) ersten Bookisode-Titel des Buches zu präsentieren.

Diese lauten:

Das gefährliche Hobby des Johnny K.
Haben Sie das von den Adaires gehört?
Recht haben und Recht kriegen

Bislang neige ich dazu, einen dieser Überschriften auch für mein Buchtitel zu benutzen, letztlich wird dieses letzte Buch das Staffelfinale für die erste Staffel der Adaire Chroniken darstellen. Daher überlege ich natürlich eifrig, ob der passende Name noch gefunden werden muss oder aber ich auf meine erste Idee zurückgreifen werde.

In den nächsten Wochen wird sich das alles noch weiter herauskristallisieren, wie ich hoffe. Denn wie gesagt, nach der Veröffentlichung ist vor der Veröffentlichung und Converted – Die Konvertierten wartet darauf, als nächstes in Angriff genommen zu werden, um nicht bloß überarbeitet zu werden, sondern auch im Print zu erscheinen 🙂

Alles Gute, Pola

 

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