„Halloween Ends“ – Eine kurze Review

Hallo allerseits,

da ich in diesem Monat bereits einige Artikel über das Halloween-Franchise schrieb, vor allem mit Bezug auf den neuen Film „Halloween Ends“ finde ich, passt eine kleine Review ganz gut.

Ich habe den Film einmal gesehen. Normalerweise schaue ich immer mindestens zweimal einen Film, um mir eine richtige Meinung zu bilden, deshalb werde ich hier nur einen ersten Eindruck schildern. Achtung: Spoiler Alarm!

Ich wusste bereits durch Spoiler-Seiten, dass der Film anders werden würde, als seine Vorgänger, weshalb mich die Corey- Cunningham-Geschichte nicht unbedingt überrascht hat – auch nicht, wie viel Platz sie im neuen Film einnehmen wird. Schon das Intro erinnerte mich vom Stil her sehr an Halloween 3 (also den Part ohne Michael Myers). Mein erster Gedanke war daher, dass wir hier vielleicht ein Halloween 3 serviert bekommen. Ergo, dass wir hier den ersten Film eines neuen Versuchs der Halloween Anthologie (Stichpunkt: Halloween Universum) sehen könnten und nur wenig Michael Myers. Wenn ich mir das Ende so ansehe, erhärtet sich meine Vermutung.

An sich fand ich die neue Ausrichtung nicht schlecht, doch für den offiziell letzten Laurie Strode/Michael Myers -Film hätte ich mir am Ende doch mehr Interaktion zwischen beiden gewünscht. Vor allem Coreys Ende fand ich übereilt und ein wenig enttäuschend, da er so eine große Rolle im Film einnahm und dann mehr oder weniger schnell abgehandelt wurde. Ich hätte mir tatsächlich ein wenig mehr „Halloween Ends“ in „Halloween Kills“ gewünscht und etwas mehr „Kills“ in „Ends“. In „Halloween Kills“ war der größte Fehler für mich, dass sie den Film direkt an die Ereignisse des ersten Films knüpften und dieser Film alle „Fehler“ des ersten Films offen ansprechen und klären musste. Hätten sie „Kills“ stattdessen 1 Jahr später angesetzt und dann einen Copy Cat Killer geholt, dessen Identität Laurie  aufdeckt, während man sich in „Ends“ mehr auf die Stadt vs. Michael konzentriert hätte, so wären die Geschichten im Grunde gleich gewesen, nur ein wenig balancierter aufgeteilt. Auch die Cameos der Originaldarsteller, wären so etwas stärker herausgestochen – vor allem Lindsey, die doch etwas wenig im dritten Teil zu sehen ist (bei Frank Hawkins ist es meiner Meinung nach ähnlich).

Was ich an „Ends“ mochte, waren die kleinen Hommagen an Carpenters Original. Ganz besonders am Ende. Die letzten Szenenbilder von Lauries Haus, erinnerten stark ans 78’er Ende, nur dass diesmal Helligkeit anstatt Dunkelheit das Haus durchflutet. Auch Blue Öyster Cults „(Don’t Fear) The Reaper“ passte perfekt zum Abspann (wir erinnern uns, das Lied wird auch im Original gespielt). Wie schon oben erwähnt, erwartete ich bereits die Corey-Storyline. Wirklich begeistert war ich darüber zunächst nicht, deshalb überraschte es mich, wie sehr sie mir am Ende dann doch gefiel und dass ich gerne etwas mehr davon gesehen hätte (wie gesagt, diese Geschichte hätte in „Kills“ wirklich aufblühen können). Ich mochte ebenso Lauries neues Ich und auch wenn ich die „Beziehung“ zwischen Corey und Allyson etwas zu gehetzt empfunden habe, so gefiel es mir, wie beide Darsteller sie spielten. Generell mag ich die Rolle der Allyson, ich finde sie könnte in Folgefilmen gerne mehr zu sehen sein. „Ends“ war ein Slasher mit einer echten „Geschichte“, was den Film meiner Meinung nach aufgewertet hat.

Fazit

Der Film hat mir an und für sich gut gefallen, jedoch muss ich auch sagen, dass ich mir die Storyline eher in „Kills“ anstatt „Ends“ gewünscht hätte, weil ich mir ein episches Finale zwischen Laurie und Michael erhoffte. Nichtsdestotrotz habe ich nach dem Schauen des Films das Gefühl, dass wir nun endlich vor einem „Halloween-Franchise-Universum“ stehen und vielleicht bald mehr Filme aus der Richtung erwarten können. Wir dürfen gespannt sein, denn was die Grundthematik angeht, hat es mir Lust auf weitere Filme gemacht.

Insofern, bis zum nächsten Mal!


Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Artikel spiegelt lediglich meine Meinung wider.

Filmtipp: Die Addams Family in verrückter Tradition

Die Addams Family in verrückter Tradition (1993);© Paramount Home Entertainment; DVD Cover von 2004

Hallo allerseits,

heute komme ich mit einem Filmtipp zurück, von dem die meisten sicher schon gehört haben. Ich spreche von der Addams Family in verrückter Tradition. Der Film erschien 1993 und hat laut meiner DVD eine 90 minütige Länge.

Jetzt wo wir im Herbst angekommen ist, ist der Film für viele ein Muss und das kommt nicht von Ungefähr. Die Addams Familie ist dafür bekannt, ein wenig spooky und seltsam zu sein, doch dabei immer wieder viel Humor und Herz zu zeigen. Das Licht der Welt erblickte die Familie als Comicstrip in der Zeitung The New Yorker und seitdem haben wir bereits eine Menge verschiedener TV und Film Variationen der Familie kennengelernt. Von der Familienserie in den 60ern (dafür gebe ich ebenfalls eine Empfehlung ab, die Serie ist wirklich toll), über die Cartoon-Serie der 70er, zu den beliebten Filmen der 90er, bis hin zu den animierten Filmen (von denen 2021 der letzte erschien) und schließlich zur neuen Netflix-Serie Wednesday, die dieses Jahr erscheinen soll, bekommen wir in schöner Regelmäßigkeit neue Variationen der beliebten Familie gezeigt. Die Addams sind seit über 80 Jahren allgegenwärtig und erfreuen sich immer noch einer großen Beliebtheit. Das muss man erst einmal schaffen.

Die Handlung

Die Addams Familie in verrückter Tradition kam 1993 in die Kinos und war der Nachfolger des 1991 herauskommenden ersten Teils. Die Handlung ist einfach erklärt. Es steht Nachwuchs an im Addams Haushalt, was dazu führt, dass Morticia und Gomez Debbie, die Nanny, einstellen. Onkel Fester ist gleich hin und weg von ihr. Doch die Nanny stellt sich als schwarze Witwe heraus, die Fester tot sehen möchte, um an sein Erbe zu gelangen.

Weil Wednesday Debbie durchschaut, sorgt diese dafür, dass sie und ihr Bruder Pugsley in ein Sommercamp geschickt werden – der größte Albtraum der beiden Addams Sprösslinge.

Die Stärken des Films

Allein die Hauptrollen sprechen Bände, denn der Hauptcast ist besetzt mit Hochkarätern wie Anjelica Huston, Raúl Juliá, Christina Ricci, Christopher Lloyd und Joan Cusack. Das Niveau des Films ist hoch, denn der gesamte Cast schafft es, ihre Charaktere mit voller Hingabe zu spielen. Man nimmt Huston und Juliá die Rollen von Morticia und Gomez und deren leidenschaftlicher Beziehung komplett ab und ja, viele werden die beiden als großes Vorbild nehmen, wenn es darum geht, die perfekte Ehe zu beschreiben. Die beiden haben eine unglaubliche Chemie miteinander, was einer der ganz großen Stärken des Films ist.

Auch Christopher Lloyd als Onkel Fester ist eine perfekte Wahl. Als liebevoller, doch naiver Onkel spielt er sich in alle Zuschauerherzen. Dazu ist die Bruderbeziehung zwischen ihm und Gomez herzallerliebst mitanzusehen und es ist tragisch, wie sehr Gomez unter der Trennung zu Fester leidet.

Ebenso liebe ich Christina Ricci als Wednesday. Bereits im ersten Film konnte man sehen, wie sehr sie in der Rolle aufgeht, doch ihr zweiter Auftritt als Wednesday macht noch mehr Spaß. Es ist erstaunlich, wie gut Ricci in einem so jungen Alter eine solch überzeugende Darstellung zeigt. Ich habe viele Filme mit Ricci gesehen, aber als Wedneday hat sie sich ganz besonders in meinem Hirn eingebrannt. Sie ist morbide, sarkastisch und zeigt doch hin und wieder Verletzlichkeit. Es ist kein Wunder, dass diese Figur so beliebt ist. Wie bereits im ersten Film, erkennt sie auch hier als erstes, das etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, weswegen Debbie sie natürlich loswerden möchte. Und als sie, zusammen mit ihrem Bruder Pugsley, ins Ferienlager geschickt wird, und damit ihr größter Albtraum wahr wird, ist es vor allem  ihrer Rolle geschuldet, dass gerade die Campszenen bis heute für mich am denkwürdigsten geblieben sind. Der krasse Gegensatz zwischen der morbiden und introvertierten Art der Addams Kinder und der übertrieben freundlich, extrovertierten Campwelt bringt uns Zuschauern eine Menge Spaß. In jedem anderen Film würde man die Addams Kinder als die Antagonisten sehen, die den anderen Kindern den Spaß verderben wollen, aber hier fiebern wie mit Wednesday und Pugsley und hoffen, dass sie es am Ende allen zeigen. Ganz besonders das Thanksgiving-Theaterstück  ist zum Schreien komisch.

Szenenbesprechung

Der Schöpfer der Addams Family Charles Addams, wollte mit der Addams Family das Gegenteil der perfekten, amerikanischen Family darstellen. In diesem Film gibt es eine Szene, in der ich finde, wird dieser krasse Kontrast

Die Addams Family in verrückter Tradition; ©Paramount Home Entertainment; 1993, Christina Ricci als Wednesday

ganz besonders herausgestellt. Ich spreche von der ersten Sommercamp-Szene.

Wednesday und Pugsley werden von ihren Eltern ins Sommercamp gebracht und sofort erkennt man hier den krassen Gegensatz der dunkel und schräg gekleideten Addams mit allen anderen sommerlich hell gekleideten Campbesuchern. Nicht nur, dass die Addams die Natur und die Fröhlichkeit der anderen Leute um sie herum befremdlich finden, oh nein, wir werden ebenso Zeuge, wie sie Bekanntschaft mit dem Prototyp der amerikanischen Vorzeigefamilie machen. Ich spreche von Amanda Buckman (Mercedes McNab) und ihren Eltern.

Die Buckmans stellen ganz von Beginn klar, wie reich sie seien und wie talentiert ihre Tochter sei. Mit dem Sommerkleid, den blonden Haaren und der Höflichkeit soll sie das perfekte amerikanische Mädchen darstellen und steht so im kompletten Kontrast zu Wednesday. Während Wednesday Witze über Mord und Todschlag macht, lächelt und grinst Amanda fröhlich, genau wie die Gesellschaft es von einem braven Mädchen haben möchte. Während die introvertierte Wednesday spaßeshalber an einer Flasche mit Giftschriftzug nippt, scheint Amanda Spaß daran zu haben, unter gleichaltrigen zu sein. Auch hier steht Wednesday eher alleine da. Von Kindern ihres Alters erwartet man, möglichst viel mit Freunden zu unternehmen und sich problemlos in Gruppengefüge anzupassen. Wenn man dies nicht kann, wird man zum Außenseiter und damit gilt man als unperfekt.

Und doch, trotz aller Mühe, sieht man schnell hinter die aufgesetzte Fassade der Buckmans. Es wird deutlich, dass sich hinter ihrer Freundlichkeit eher Arroganz steckt und das die Addams, egal wie schräg und gespenstig sie aussehen mögen, viel authentischer und freundlicher herüberkommen. Die Addams in all ihrer Verrücktheit tolerieren den vermeintlichen Wunsch der Kinder, in ein Sommercamp zu wollen, obwohl sie selbst wenig damit anfangen können, derweil man das Gefühl vermittelt bekommt, dass Amandas Wünsche vielleicht weniger zuhause toleriert werden würde, wenn sie gegen die Einstellung der Eltern wäre. Amanda ist vielleicht äußerlich freundlich, doch sie kann auch gemein sein und besitzt ein paar sehr egoistische Züge. Wednesday, auf der anderen Seite, hat kein Problem damit, ein Außenseiter zu sein, kümmert sich um Pugsley und Joel und macht sich weiterhin Sorgen um ihren Onkel. Vielleicht ist die Addams Family nicht perfekt, aber sie kümmert sich umeinander und sie ist fair zu anderen.

In dieser Szene macht Wednesday auch zum ersten Mal mit Joel Bekanntschaft. Im Laufe der Campzeit fangen beide an, füreinander zu schwärmen. Am Ende gleicht Joel immer mehr Gomez, und es wird ein wenig der Eindruck vermittelt, dass sich hier die nächste Addams Generation anbahnen könnte. Ich weiß nicht, wie viele die 60er Jahre Serie gesehen haben, aber es gibt eine Doppelfolge der Addams, in der das Kennenlernen von Morticia und Gomez gezeigt wird. Und Prä- Morticia-Gomez erinnert mich ein wenig an Joels anfängliche Darstellung. In dieser Folge war Gomez schüchterner und hatte kein gutes Durchsetzungsvermögen, dazu war er leicht hypochondrisch veranlagt. Ich weiß nicht, ob man Joel vielleicht extra in diese Richtung schrieb, als eine Art Hommage, aber es wäre nett, falls dem so sei. Auf jeden Fall muss ich jetzt immer daran denken.

Fazit

Ich würde jedem den Film ans Herz legen, falls man ihn noch nicht gesehen hat.  Er ist witzig und herzlich und selbst für diejenigen geeignet, die sonst keine gruseligen Filme mögen. Es ist vielleicht die Fortsetzung zum 1991er Addams Film, dennoch kann man den Film verstehen, ohne den Vorgänger gesehen zu haben. Ich persönlich  finde das Sequel sogar deutlich besser, als den ersten Film. Die Schauspieler – ob nun Hauptdarsteller oder Nebendarsteller, sind allesamt überzeugend und die Handlung unterhält einen die gesamte Zeit. Für mich ist es kein Wunder, dass der Film heute als Kult gilt.

Hier könnt ihr euch einen Trailer ansehen:

Wo schauen?

Wer den Film jetzt unbedingt schauen möchte, hat natürlich die Möglichkeit, Blurays oder DVDs zu kaufen. Und falls jemand den Film lieber streamen will, findet auf der offiziellen Paramount Homepage die Möglichkeit, alle aktuellen Streaminganbieter zu finden: Die Addam’s Family in verrückter Tradition (paramount.de)

Insofern, bis zum nächsten Mal…


Der Artikel spiegelt meine eigene Meinung wider. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

Ranking: Scream Openings

Pola Swanson; Made with Canva

Hallo allerseits!

Diese Woche wollte ich etwas neues ausprobieren. Eigentlich hatte ich überlegt, ein Episoden-Ranking zu machen, aber ich dachte mir, ich fange mit einem Film – oder besser gesagt, mit einem Filmfranchise an, auch da meine andere Idee mit Feiertagen zu tun hatte und das vielleicht noch etwas früh ist.

Heute geht es daher um die „Scream“ Openings. Anders ausgedrückt: Ich möchte die Anfangssequenzen in den bislang 5 erschienenen „Scream“-Filmen bewerten. Welches hat mir am besten gefallen? Bei welchem hätte man noch etwas nachbessern können? Finden wir es heraus und fangen wir an!

Platz 5

Scream 3

Ich habe lange zwischen zwei Openings hin und her gegrübelt und mich letzten Endes für diesen Film entschieden. Ich weiß, dass „Scream 3“ mit vielen Problemen zu kämpfen hatte. Während Kevin Williamson die ersten beide Teile schrieb, so schien man beim 3. Teil nicht auf einen grünen Pfad zu kommen und er schied dementsprechend aus dem Franchise aus. Dazu kam, dass Horrorfilme, durch den Schulamoklauf in Columbine, plötzlich mit anderen Augen gesehen wurden. Man gab den Gewaltdarstellungen in Film und TV die Mitschuld an der schrecklichen Tragödie, sodass man ein wenig weg von der Gewalt rücken wollte aus Angst, dass man sonst Ärger bekäme. „Scream 3“ ist deshalb deutlich komödiantischer angelegt als der Rest der Filme. Theoretisch sollte „Scream 3“ der letzte Teil eine Trilogie werden. Daher erklärt uns „Randy“ auch die Regeln einer Trilogie und nicht etwa die eines weiteren Sequels.  Aber wie es nun mal so in Hollywood ist, wird es erst ein Ende geben, wenn die Kinokassen nicht mehr klingeln.

Was die Opening-Sequenz betrifft, so muss ich sagen, gefiel sie mir am wenigsten – auch in Hinblick auf den Rest des Filmes. Wie im ersten Film, starten wir die Geschichte mit einem Anruf. Diesmal trifft es Cotton Weary. Wir kennen Cotton aus den ersten beiden Filmen und mir persönlich war er nie wirklich sympathisch, trotzdem gehörte er irgendwie zu dem Film dazu. Er ist mittlerweile ein gefeierter Fernsehstar und zunächst glaubt er, er würde mit einem Fan sprechen, der sich verwählt hätte. Zu spät wird ihm klar, dass Ghostface es auf ihn abgesehen hat. Dieser droht, seine Freundin umzubringen, sofern er ihm nicht Sidney Prescotts Aufenthaltsort verrät. Es kommt wie es kommen muss und Ghostface schafft es tatsächlich, Zugang zu Cottons Wohnung zu bekommen. Dort jagt er nicht nur Cottons Freundin durchs Haus und tötet sie, auch Cotton wird am Ende der Sequenz von Ghostface ermordet und scheidet damit aus der „Scream“ Welt aus.

Was mich an dem Opening störte, war gar nicht speziell das Opening an sich. Das Problem war, dass die Anfangssequenzen in Teil 1 und 2 einfach unbeschreiblich gut waren und ich mir vielleicht eine etwas andere Idee gewünscht hätte. Cotton ist ein TV-Star. Wäre es nicht cooler gewesen, wenn der Drohanruf Live im Fernsehen erschienen wäre? Das hätte gleich ein wenig mehr Spannung gebracht, vor allem, wenn niemand den Anruf ernst genommen hätte – außer Cotton. Auch der Voicechanger wäre hier besser eingesetzt gewesen, da Ghostface sich mit der Stimme von Cottons Freundin, Cotton selbst oder einem anderen bekannten Namen hätte schmücken können.

Die Spannung in den ersten beiden Filmen war dauerhaft vorhanden und man fieberte mit den Charakteren mit. Hier ging es mir nicht unbedingt so. Ich weiß, Cottons Tod sollte zeigen, dass in diesem Teil alles möglich ist – ähnlich wie bei Drew Barrymore. Ebenso sollte die Einführung des Voice Changers zeigen, dass jeder unserer liebgewonnenen Charaktere jetzt einen Anruf tätigen könnte – ergo haben wir keine Sicherheit mehr, was wir wem glauben und welcher Anruf nun echt ist.

Ich nehme an, die Nutzung des Voice Changers, in der Szene als man Cottons Freundin verwirrte, wer jetzt genau vor der Tür stand, sollte den Zuschauer  ebenso verwirren und glauben lassen, Cotton wäre vielleicht wirklich irgendwie involviert (er hätte das Telefonat z.B. aufzeichnen können um später ein Alibi zu haben).  Cotton war schließlich nie ein wirklich sympathischer Charakter, man konnte annehmen, dass er die Seiten wechselte, nur um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Und den „vermeintlich“ ersten Mörder in der Anfangssequenz zu zeigen, wäre etwas Neues gewesen, was ebenso neue Regeln ins Spiel brächte – was letzten Endes aber nicht getan wurde, denn Cotton ist unschuldig und wird – genau wie seine Freundin – ermordet.

So oder so ich würde den Opener im dritten Teil als mau bezeichnen.  Es kam für mich die komplette Zeit überhaupt keine wirkliche Spannung auf und im Grunde konnte man schon sehen, wohin die ganze Geschichte führte, als Cotton den Anruf bekam. Sein Tod tat mir zwar leid, schließlich begleiteten wir Cottons Geschichte bereits seit dem ersten Teil. Dennoch kann man das Opening auf keinen Fall mit den zwei vorherigen vergleichen.

Dazu finde ich den Voice Changer vielleicht nicht so schlimm wie der Rest der Fangemeinschaft, dennoch ist er unrealistisch und wird dafür aber auch nicht gut genug in Szene gesetzt.  Im Gegensatz zu den vorangegangenen Openings war ich etwas enttäuscht. Es hatte sich irgendwie nach einer Routine angefühlt, fast lustlos und nicht mehr nach etwas besonderem wie in den Teilen zuvor. Die Frustration, dass man den Film durch die äußeren Umstände nicht so gestalten konnte, wie man wollte, spürt man meines Erachtens durch die Kameralinse.

Platz 4

Scream 4

Ich sage es einfach mal klar heraus: Ich bin kein Fan von Scream 4. Vielleicht habe ich mich in den vergangenen Jahren etwas mehr mit dem Film angefreundet, trotzdem würde ich ihn immer noch auf den letzten Platz in meinem Gesamt-Ranking setzen. Sogar vor 3. Auch wenn 3 eine Menge Fehler hat, so ist der Film okay, wenn man ihn innerhalb der Trilogie sieht. Im vierten Teil hingegen gibt es viele Dinge, die ich nicht mag und über die ich nur schwer hinwegsehen kann. Ich möchte nicht direkt ins Detail gehen, weil der Beitrag sonst zu lang wird, aber vielleicht schreibe ich mal einen eigenen Artikel darüber. Fakt ist, der Film hatte es von Anfang an nicht leicht, es mit seinen Vorgängern aufzunehmen. Auch, weil die Ursprungsfilme als Trilogie geplant waren. Die Geschichte war „theoretisch“ abgedreht, sie hatte einen Anfang, Mitte und Schluss. Jetzt mit etwas Neuem zu kommen, ist immer kompliziert. Als eigenständiger Film fände ich ihn vielleicht gar nicht so schlecht, aber als Teil des „Scream“-Franchises gefällt er mir eben nicht wirklich.

Warum ich den viertel Teil bei diesem Thema nicht auf den letzten Platz setze, ist einfach: Für  „Scream 4“ hat man sich ein paar Gedanken gemacht und die Opening-Sequenz ein wenig kreativer gestaltet, als beim  Vorgänger. Glauben wir zunächst, einen ähnlichen Anfang wie in jedem Teil zu schauen – jemand kriegt einen Anruf und Ghostface kommt zum Jagdvergnügen –  so wird uns rasch verraten, dass die ersten Morde lediglich „Film in Film“ Sequenzen sind. Hier sollte uns weisgemacht werden, dass die Opener des fiktiven „Stab“ real sind, bis wir mit der Einblendung der Title Card eines besseren belehrt werden.

Die erste Szene gefiel mir sehr gut, doch auf die zweite hätte ich verzichten können. Die Szene allein fand ich bereits ein wenig schal, aber auch weil ich der Meinung war, dass ein Streich wirklich ausreichte und mir nach dem zweiten „Fake“ Opening schon ein wenig die Lust fehlte. Nichtsdestotrotz gefielen mir die beiden „Fake“ Sequenzen unterm Strich viel mehr, als das eigentliche Opening und das ist sehr schade.

In den ersten paar Szenen der „realen“ Sequenz fragt man sich nach zwei falschen Anfängen unweigerlich, ob dies nun tatsächlich das richtige Opening ist oder am Ende- ob es das auch war oder nun ein viertes nachgereicht wird. Durch die beiden Fake-Sequenzen hatte die Spannung bereits deutlich abgenommen. Deshalb war es für mich etwas schwer, die Szene dann auch richtig nachzuverfolgen, weil ich nicht unbedingt davon ausgehen konnte, es diesmal mit dem richtigen Anfang zu tun zu haben. Ich hatte schier die Lust daran verloren, jetzt schon wieder eine ähnliche Szene zum dritten mal zu sehen. Genau wie ich es mir in Teil 3  wünschte, hätte ich mir auch hier ein eher unerwartetes Opening gewünscht. Z. B. Ein radikaler Schnitt in der „realen“ Sequenz zu einer komplett anderen Location, als dem Filmeabend in einem netten Häuschen. Aber nein, wieder lief alles nach dem bekannten Schema, was man mittlerweile gewohnt war. Nebenher waren die Charaktere wenig erinnerungswürdig – ich erinnere mich tatsächlich mehr an die „Fake“ Charaktere als an die beiden „echten“ Mädchen. Was schade ist, gerade weil die Anfangssequenzen ein wichtiger Faktor im Franchise sind. Tatsächlich bleibt mir nach jedem Schauen der Anfang am wenigsten in Erinnerung. Und leider finde ich selbst den alternativen Anfang auf den DVD Extras deutlich besser, als den der offiziell ausgesucht wurde.

Eigentlich rettet die Opening Szene und damit auch die Platzierung nur die Tatsache, dass man am Anfang schön an der Nase herumgeführt wurde. Es war nett, ein wenig mehr über das „Stab“ Universum und seine Filme zu erfahren. Doch ohne die erste „Fake“ Sequenz wäre dieser Opener auf jeden Fall auf dem letzten Platz gelandet und tatsächlich denke ich beim schreiben auch immer noch darüber nach, ob ich beide Plätze nicht noch einmal umdrehen sollte.

Platz 3

Scream 5

Auch  wenn Scream 5 an seinem Anfang nicht besonders viel ändert – ein Mädchen kriegt einen Anruf von Ghostface und wird daraufhin mit dem Tode bedroht – gefiel mir das Opening des aktuellsten Films doch ganz gut. Erstens mochte ich die Hommage an den ersten Film. Tara wird als neue Casey Becker vorgestellt. Sie kriegt einen Anruf, bei dem sie zunächst glaubt, mit einem Bekannten ihrer Mutter zu sprechen. Sie fühlt sich sicher, glaubt, sie habe die Oberhand, bis sie merkt, dass Ghostface hinter dem Anruf steckt. Nachdem er droht, ihre beste Freundin zu töten, stimmt sie zu, eine Horrorfragerunde zum Thema „Stab“ zu machen, obwohl sie diese Art von Horrorfilm überhaupt nicht interessiert. Tara ist schlau, benutzt ihr Handy, um die Antworten zu erfahren und gewinnt ihr Runde. Ihre Freundin wird zwar in Ruhe gelassen, Tara selbst wird von Ghostface angegriffen.

Doch auch wenn der Zuschauer denkt, dass es nun Zeit ist, Lebewohl zu Tara zu sagen – überlebt sie den Angriff! Etwas vollkommen neues, in unserem allseits geliebten Franchise.

Mir gefiel der Charakter Tara von Anfang an. Ich finde, dass Jenna Ortega eine wahnsinnig gute Leistung abgegeben hat. Ich habe von Beginn an mit ihr gefiebert, habe ihr die Angst total abgekauft. Ich fand es gut, dass sie ihr Handy benutzt hat, um zu überleben und dass sie auch um ihr Leben gekämpft hat – und nicht wie es oftmals in den Openings ist, dass die Opfer mehr oder weniger einfach nur weglaufen oder sich umbringen lassen. Opener sind für solche Szenen da – dass wir den ersten Mord des Filmes sehen und Lust auf den Film kriegen. Und das hat der aktuellste Anfang auf jeden Fall.

Ich mag den Twist, dass Tara überlebt. Und vor allem mag ich, dass man die Rolle später ausgebaut hat. Tara ist nicht abgehauen und in eine andere Stadt gezogen, wie man es sonst vielleicht schreiben würde. Sie wurde als neuer Hauptcharakter eingeführt, obwohl ihre Screen-Zeit leider etwas knapp ausfiel – was aber auch einen verständlichen Hintergrund hat. Und doch, am Ende überzeugt sie mit ihrer Darstellung genau wie am Anfang.

Der Grund, warum ich den Film auf den 3. Platz setzte, ist, dass hier gleich am Anfang neue Regeln eingeführt wurden. Das Opfer überlebt, das ist zwangsweise eine Änderung der Horrorfilmregeln. Außerdem ist sie keine „Damsel in Distress“ sondern von Anfang an sehr darauf konzentriert, das richtige zu tun, obwohl Ghostface immer einen Schritt weiter zu sein scheint. Dazu mochte ich die Verweise auf Stab und die „wahren“ Hintergründe des „Stab“ Franchises. (Ich war sehr stolz auf mich, als ich im Kino alle Ghostface-Fragen dazu beantworten konnte :D) Der Film hat außerdem die moderne Technik von heute gut in die Anfangssequenz eingebaut – auch wenn wir in einigen Jahren wieder sagen werden, wie veraltet das ganze System ist. Am Ende wird natürlich klarer, wie der Mörder an die Passwörter kam, wodurch er so einfach über die Apps ins Haus gelangte. Aber es gefiel mir, dass sie keine Kontrolle mehr über das Sicherheitssystem hatte, denn das zeigt – genau wie im ersten Teil – dass man sich in einem Horrorfilm immer nur auf sich selbst verlassen kann. Das Opening hat mir ganz klar Lust auf den Film gemacht – anders als bei den zwei vorangegangenen Teilen.

Was jetzt fehlt, sind nur noch Teil 1 und 2. Und diese sind  … warte, es kommt gleich … legendär.

Platz 2

Scream 2

Der Opener von „Scream 2“ gehört zu meinen Lieblingsanfangssequenzen in Horrorfilmen. Er ist anders, als der aus dem Originalfilm und doch schafft er es genauso einprägsam wie der erste zu sein. Etwas, was ungewöhnlich bei Sequels ist und deshalb sofort zeigt, warum Wes Craven und Kevin Williamson ihre Arbeit verstehen.

„Scream“ spielt gerne mit Hommagen. Während wir im ersten Teil eine Hommage an „Das Grauen kommt um 10“ und „Black Christmas“ erkennen, würde ich schätzen, dass man im Opening des 2. Teils nicht nur einen Salut an William Castle und seine Karriere setzte (Castle war z.B. dafür bekannt, kleinere dem Publikum kleinere „Streiche“ bei seinen Filmpremieren zu spielen), sondern auch Filme wie z.B. „He knows you’re alone“ mit einer Hommage würdigt.

Wir befinden uns in einem Kino. Ein junges Pärchen (Maureen und Phil) möchte die Premiere des ersten „Stab“ Films schauen.  Natürlich wissen wir schon jetzt, sie werden den Film nicht lebend verlassen. Denn Ghostface bringt beide um, noch bevor der „Stab-Opener“ vorbei ist.

Maureens Tod ist hier ganz besonders herausstechend. Von Anfang an ist sie unzufrieden, sich einen Horrorfilm anzusehen und möchte lieber in eine romantische Komödie . Doch Phil überredet sie, „Stab“ eine Chance zu geben. Maureens Sorgen stellten sich als begründet heraus. Denn nachdem Phil auf der Männertoilette ermordet wird, zieht Ghostface seine Jacke an und setzt sich neben sie. Diese erkennt zu spät, dass ihr Sitznachbar nicht Phil ist, als sie Blut an seiner Jacke entdeckt. Sie kann nicht einmal mehr wirklich reagieren, da sticht Ghostface schon auf sie ein. Maureen kann sich bis zur Leinwand retten, wo sie ihren Verletzungen schließlich vor den schreckgeweiteten Augen aller Zuschauer erliegt.

In dieser Sequenz gibt es so viele gute Aspekte. Fangen wir mit dem Anfang an. Kinozuschauer von damals mussten sich einfach unwohl gefühlt haben, als sie selbst im dunklen Kino saßen und plötzlich mit ansahen, wie jemand im Kinosaal ermordet wurde, ohne dass dies überhaupt jemandem im Saal auffiel. Ich will nicht wissen, wie viele sich in dem Moment umgesehen haben, ob da auch ja kein Mörder neben ihnen sitzt. Es war eine tolle Entscheidung, die Sequenz im Kino zu spielen und unterstreicht wieder den „Meta“ Gedanken, des Franchises. Erneut will das Dreamteam um Wes Craven und Kevin Willamson uns aus der Reserve locken uns Angst machen, zeigen, dass wir nirgendwo sicher sind. Weder in unserem Zuhause, noch unter einer Vielzahl an Menschen.

Die gesamte Anfangssequenz zeigt Chaos. Maureen hatte nie eine wirkliche Chance, Ghostface zu entkommen. Das Kino war rappelvoll, die Leute aufgedreht und haben nichts mitbekommen, was um sie geschah oder es als unecht betrachtet. Das Kino verschenkte an alle Gäste Ghostface-Masken und Fake-Messer. Wer hätte demnach denken können, dass unter der Maske nicht Phil saß, der sich neben Maureen setzte? Er freute sich schließlich aus dem Film und fand das Merchandise von Anfang an witzig. Selbst bei der blutigen Jacke hätte jeder Fremde annehmen können, dass es Kunstblut sei. Erst als dem Publikum bewusst wurde, dass Maureen ihnen nichts vorspielte, sie wirklich starb, veränderten sie ihre Haltung, wirkten schockiert. Vorher hätte man es durchaus auch als Scherz sehen können. Jetzt wurde es blutiger ernst.

Und auch die letzte Sequenz, Maureen stirbt in dem Moment, wo die „Stab“ Title Card erscheint, ist ikonisch. „Ihr“ Kinofilm beginnt am Ende ihres Lebens – und „unser“ Kinofilm beginnt mit derselben Szene. Dazu mochte ich es, dass man eine „echte“ Szene aus „Stab“ sieht und man den vorherigen Film so revuepassieren konnte. Es ist eine schöne Hommage an seinen eigenen Film und ein ganz besonderer Fan Service, den viele Fans bis heute wertschätzen. Nebenbei gefiel es mir sehr, wie man den wahren Schrecken der Zuschauer erkennen konnte, in dem Moment wo aus Spaß ernst wurde. Obwohl wir hier bestimmt von Statisten reden und nicht von ausgebildeten Schauspielern, die im Kinosaal herumtollen, haben sie alle ihre Sache sehr gut gemacht und man nahm den Leuten ihre rasch wechselnden Emotionen ab. Aber es war vor allem Maureens Todesschrei, der einem wirklich zu Herzen ging. Ich hatte so gehofft, dass sie lebend entkommt.

Wie gesagt, ich liebe den Opener von „Scream 2“ weil er einfach so viele tolle Aspekte zusammenbringt. Man fiebert mit den Charakteren mit und ist frustriert, weil niemand Maureen helfen kann. Die Spannung ist konstant vorhanden, man hat immer das Gefühl, dass etwas passieren muss. Irgendwie fühlt man sich unbehaglich, weil man genau weiß, dass Ghostface unter den Leuten ist, aber mit seiner Tat durchkommen wird, weil man den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen wird. Dazu gibt es den „Meta-Fan-Service“ und die tollen Hommagen an andere Filme und Filmemacher. Qualitativ gesehen ist der Opener wirklich einsame Spitze. Es gehört nicht ohne Grund zu meinen Lieblingssequenzen des gesamten Franchises und des Horrorfilmgenres.

Dennoch kann ich ihn nicht auf Platz eins setzen. Denn dieser tolle Opener wäre niemals passiert, wenn es nicht das Original gäbe.

Platz 1

Scream!

Ich glaube nicht, dass diese Auswahl überraschend kommt. Ich persönlich würde behaupten, schon als der Film Premiere feierte, galt er sofort als Klassiker. Allein die Opening Sequenz von „Scream“ veränderte die Art und Weise, wie Horrorfilme in den nächsten Jahren dargestellt würden. Eine neue Teenage-Slasher-Epoche wurde mit dem Film in die Wege geleitet und beinahe jeder Horrorfilm baute in den nächsten Jahren auf dem „Scream“-Prinzip auf. Also ja, dieser Film – ob man ihn mag oder nicht – hat ein fast verlorenes Genre zurückgeholt und uns so auch viele tolle andere Filme beschert. Also halten wir einen Moment inne und seien wir dankbar dafür.

Es gibt eine Menge guter Aspekte in der berühmten Anfangssequenz, auf die wir blicken können. Zum Beispiel, dass man einen großen Hollywoodstar castet und ihn bereits in den ersten 15 Minuten umbringt. Das zeigt sofort: Alles ist Möglich, nehmt euch in Acht!

Wie wir mittlerweile wissen, sollte Drew Barrymore aka Casey Becker ursprünglich Sidney spielen. Doch Barrymore soll darauf bestanden haben, lieber in der Anfangssequenz ermordet zu werden, um die Zuschauer so zu schockieren. Denn niemand glaubte, dass es ein Film wagen würde, den größten Star sofort umzubringen. Barrymore hatte Recht, was ihre Vermutung anging. Alle glaubten, Casey sei sicher … bis sie es nicht mehr war. Und genau deshalb wurde ihr Auftritt so ikonisch.

Ich finde, die gesamte Anfangssequenz strotzt nur so vor Spannung. Sie baut langsam auf und explodiert gen Ende förmlich.  In den ersten Minuten glaubt man, sich noch in Sicherheit zu wiegen, doch je länger der Film dauert, umso spannender wird es. Ghostfaces Katz-und-Maus-Spiel macht den Film zu etwas besonderem. Casey befindet sich zuhause, in einer Kleinstadt, sie muss sicher sein, oder? Falschgedacht. Denn das Schrecken kann dich überall finden. Ghostfaces ständige Anrufe, die von einem lustigen Plausch zum reinen Schreckensakt werden, lässt uns immer mehr mit Casey mit fiebern, wir sind auf ihrer Seite und hoffen, dass sie sicher aus der Situation herauskommt, ihr jemand zur Hilfe eilt. Zunächst denkt sie das auch. Die allgegenwärtige Meinung, der Prinz könne die Maid in Nöten retten wird hier gleich auf die Probe gestellt, denn sie droht damit, dass ihr Freund Steve ihr helfen würde. Aber auch hier wird sie enttäuscht. Ghostface macht ihr klar: Sie muss es alleine schaffen, es gibt niemanden der ihr helfen kann. Stattdessen terrorisiert er sie mit weiteren Spielchen, versucht sie mit einem Quiz zu verwirren. Verspricht ihr, sollte sie die Antworten wissen, würde sie verschont. Und auch wenn es bis dahin noch Leute gab, die bezweifelten, dass Ghostface gefährlich sei, letzten Endes werden mit dem Mord an Steve alle Zweifel ausgeräumt. Der Mörder is kein Clown , der ihr Angst machen will, er meint es todernst.

Vor allem mit dem Horrorfilmquiz wird schnell aufgezeigt, was das Franchise seitdem ausmacht: Wer etwas von Horrorfilmen versteht, der hat die größten Überlebenschancen. Und doch, die erste Regel solcher Filme lautet eigentlich immer: Auf das Wort des Mörders ist nie Verlass. Das muss auch Casey erfahren, als Ghostface eine fast unlösbare Frage stellt: Vor welcher Türe stehe ich?

Die letzten Minuten in Caseys Leben sind geprägt von schierer Panik. Und der Zuschauer spürt das durch die Kameralinse. Die Wahl, eine bereits so erfahrene Schauspielerin wie Drew Barrymore zu casten, zahlt sich definitiv aus. Sie verkauft Caseys Angst perfekt. Wir sehen deutlich, wie sie bis zuletzt dafür kämpft am Leben zu bleiben. Und es bricht uns das Herz, sie gehen zu lassen. Genauso emotional ist die Darstellung ihrer Eltern. Es ist wahrlich eine äußerst herzzerreißende Szene als die Beckers ihre tote Tochter entdecken. Seitdem ich diese Szene zum ersten Mal sah, fühlte ich mit den Beckers, denn es ist eine wahrhaft dramatische Sequenz, gerade weil wir bereits so viel in so kurzer Zeit über Casey erfuhren und sie ins Herz schlossen. Casey war nie ein oberflächlicherer Charakter, der nur für die Todesliste da war. Casey wurde menschlich geschrieben, wir konnten uns mit ihr identifizieren. Sie war nett, clever und hatte Tiefe.

Die Anfangssequenz schließt mit einem Bild, was genauso ikonisch werden würde, wie der Rest des Filmes. Denn Casey Beckers toter Körper macht uns deutlich: Hier werden die Spiele todernst genommen und sie ist nur der Anfang.

Es gibt viele Gründe, dass der erste „Scream“ Film der beste ist. Und aus meiner Meinung mache ich überhaupt keinen Hehl . Ich liebe „Scream“ aus vielen Gründen, auch, weil ich – wie wahrscheinlich viele andere auch – durch ihn in das Horrorgenre hineinkam. Ich liebe es, dass der Film sich nicht ernst nimmt, andere Horrorfilme aber schon und sie mit Respekt behandelt. Gerade weil dieses Genre so oft von oben herab betrachtet wird. Von Minute eins ist der Opener spannend, witzig, tragisch und auch informativ (z.B. lernt man etwas über Horrorfilme). Die Qualität nimmt die ganze erste viertel Stunde nicht ab und ich finde, der Opener alleine könnte schon als Kurzfilm super funktionieren. Für mich gehört er ganz klar zu einem der besten Film-Opener, selbst über das Horrorgenre hinaus.

So, das war mein Ranking, ich hoffe ihr mochtet es und hattet Spaß beim Lesen. Natürlich spiegelt es nur meine eigene Meinung wieder. Wenn ihr Lust habt, lasst mich euer eigenes Ranking in den Kommentaren wissen. Ich für meinen Teil freue mich bereits auf den 6. Teil der Serie und hoffe, im Frühjahr im Kino zu sitzen.

Insofern, bis dahin…

 

My Mom and Dad are gonna be so mad at me – Die Rückkehr von Stu Macher. Möglich oder Quatsch?

Pola Swanson; Made with Canva

Hallo allerseits!

In dieser Woche geht es bei mir um einen meiner Lieblingsfilme: Scream!
Ich muss gestehen, ich gehöre zu denjenigen, die schon in jungen Jahren zum Horrorkino gestoßen sind. Bereits als Kind habe ich gruselige Filme und Serien wie Hocus Pocus, Hexen hexen, Gänsehaut, Grusel Grauen Gänsehaut und Geschichten aus der Gruft (Die Trickserie) gemocht und vor allem jede Simpsons Treehouse of Horror Folge verschlungen, wenn sie im Fernsehen kam. Meine Vorliebe zu Horror hat meine Leseliebe zu R.L. Stine und Thomas Brezinas Gruselclub entwickelt und damit auch die Sammelleidenschaft, was die Bücher beider Schriftsteller betraf (übrigens, sehr empfehlenswerte Autoren; und R.L. Stine hat momentan sogar ein Comeback mit Fear Street. Diese Reihe war meine absolute Lieblingsreihe, sogar noch vor Gänsehaut).

Doch nichts konnte mich wirklich darauf vorbereiten, als ich Scream das erste Mal sah.

Ich weiß nicht mehr, wie alt ich genau war, als ich den Film das erste Mal schaute und doch weiß ich, dass mir allein die Anfangssequenz zeigte, dass ich hier vor einem künftigen Klassiker saß. Damals guckte meine Schwester den Film mit mir, aber leider schaltete sie nach der berühmten Casey Becker Sequenz das Fernsehen aus, weil es ihr zu gruselig wurde. Deshalb musste ich noch ein wenig warten, bis ich in der Fernsehzeitung endlich eine neue Ausstrahlung entdeckte, in der ich den Film dann zum ersten Mal komplett sehen konnte.
Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich den Film seitdem geschaut habe, aber er steht bis heute ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsfilme.
Wie gerne ich die Filmreihe mag, zeigt sich auch darin, dass es einer der wenigen Filme ist, bei denen ich mir vor dem ersten Sehen keine Spoiler ansehe. Vielleicht schaue ich den Trailer, doch ich achte dabei nie auf die Einzelheiten, nur damit ich am Ende überrascht werden kann. Ich liebe das Whodunit Prinzip der Reihe und die Macher schaffen es immer, dass ich unterhalten werde, auch wenn mir innerhalb der Reihe nicht jeder Film gleich gut gefällt oder mir ihre Motive auch nicht immer gefallen. Dennoch muss ich gestehen, dass selbst der schwächste Scream-Teil qualitativ gesehen immer sehr hoch ist, vor allem, wenn man ihn mit anderen Horror-Franchise-Reihen vergleicht.

Und weil ich weiß, dass ich mit meiner Liebe zu dem Film nicht alleine dastehe, kriege ich natürlich auch in Internetforen oder Social Media Kanälen mit, wie kräftig die Fans, vor allem nach dem fünften Teil, mögliche Castings und Storylines für Teil 6 diskutieren. Und ja, auch die Geschichte rund um Neve Campbell und ihre mögliche Teilnahme im neuem Teil.

Ein Thema, was die Fans dabei besonders beschäftigt, ist die Person Stu Macher.

Wir erinnern uns, Stu Macher ist neben Billy Loomis einer der Ghostface-Mörder im ersten Scream Teil. Und während Billy ziemlich deutlich am Ende mit einem Kopfschuss hingerichtet wird, so sehen wir Stu das letzte Mal, als ein Röhrenfernseher auf seinen Kopf fällt.
Während der Tod von Billy recht deutlich gemacht wird und auch des Öfteren erwähnt wird, blieb man bei Stu lange im Unklaren, wie es mit ihm weiterging. Genau aus diesem Grund gibt es immer wieder Gerüchte , er würde bzw. könne noch ins Franchise zurückkehren.
Und da Mathew Lillard tatsächlich einen kurzen Cameo-Auftritt im 2. Film hatte, sowie es einmal sogar geplant war, Stu im 3. Teil als neues Mastermind zurückzubringen, so sahen wir Mathew Lillard in seiner wohl berühmtesten Rolle trotzdem niemals wieder. Anders als Billy – der im aktuellen 5. Teil als eine Art Geistererscheinung/Illusion zurückkehrte (und ja, ich weiß, Matthew Lillards Stimme soll wohl ebenso im 5. Teil zu hören sein, aber halt auch nicht als Stu).

Ich persönlich kann sagen, dass Stu einer meiner Lieblingscharaktere im Scream-Universum ist. Das hat auch damit zu tun, weil ich ein riesengroßer Fan von Matthew Lillard bin. Der Mann ist ein unglaublich guter Schauspieler und wird meines Erachtens nicht genug wertgeschätzt. In jedem seiner Filme schafft er es, eine andere Facette von sich zu präsentieren und jedes Mal unterhält er mich mit Abstand am meisten.

Aber fangen wir von vorne an.

Nachdem Scream im Jahre 1996 erschien, entwickelte er sich in Windeseile zu einer Art modernen Klassiker. Der Erfolg des Filmes löste eine neue Welle an Begeisterung für den Teen-Slasher- Film aus. Wes Cravens Regie, im Zusammenspiel mit dem Drehbuch von Kevin Williamson, gilt bis heute unter den Fans als eine legendäre Zusammenarbeit und hat nicht umsonst ein großes Fandom zu verzeichnen, dass bis heute immer wieder neue Bewunderer hinzugewinnt, aber mitunter auch recht toxisch sein kann (ja genau, das soll eine Anspielung auf Teil 5 sein).
Stand Juni 2022 wurden bislang 5 Teile gedreht, wobei Wes Cravens bei 4 Teilen Regie führte. Beim 5. Teil führten Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett Regie. Wes Craven starb im Jahr 2015, doch seine Legende lebt weiter. Für 2023 ist ein 6. Teil geplant, bei dem erst vor kurzer Zeit der Dreh gestartet wurde. Genau wie in Teil 5 sollen auch hier wieder Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett die Regie übernehmen.

Zurück zu Stu. Die Frage, ob man Stu Macher zurückholt, spaltet die Fangemeinschaft. Warum? Nun, es gibt die Gruppe, die denkt, Stu habe den ereignisreichen Abend im Jahr 1996 überlebt und warte nun im Geheimen darauf, endlich zurückzukommen und sich an allen zu rächen. Eine andere Gruppe meint, dass niemand multiple Stichwunden und einen schweren Röhrenfernseher, der einen mit elektrischen Schlägen foltert, überlebt. Und natürlich gibt es eine dritte Gruppe, die freudig dabei zusieht, wie die anderen beiden sich die Köpfe einhauen.

Versuchen wir daher, den fatalen Abend im Jahr 1996 Revue passieren zu lassen und schauen, ob es Möglichkeiten gäbe, Stu ohne Probleme ins Franchise zurück zu holen.

Stus Ende ist drastisch. Das braucht man nicht zu beschönigen. Wie bereits erwähnt, wurden ihm durch Billy mehrere Stichwunden zugefügt. Diese sollten ihm eine Art Alibi beschaffen, damit man die Morde hinterher Sidney in die Schuhe schieben konnte. Es war geplant, dass Billy und Stu den Abend schwerverletzt überlebten. Ergo kann man davon ausgehen, dass Billy jedenfalls versucht hat, Stu nicht direkt tödlich zu treffen. Obschon man auch hier theoretisch drüber diskutieren könnte, dass es Billy herzlich egal war, was aus Stu würde. Aber gehen wir jetzt einfach davon aus, dass Billy ihn wirklich nicht tödlich verletzten wollte.
Stu verlor bereits in den Endszenen eine Menge Blut und man konnte sehen, dass es ihm nicht gut ging. Dennoch blieb er am Leben.
Die Frage Nummer eins: Konnte er die Stichverletzungen überleben?
Ich bin keine Ärztin, also kann ich nur mutmaßen. Trotzdem denke ich, hätte man ihn nach Hollywood-Standard auf eine logische Art und Weise überleben lassen können. Sicher, in der Realität wäre die Chance groß gewesen, dass er seinen Verletzungen erliege. Doch gäbe es nur die Stichwunden, bestünde wenigstens eine gute Chance, dass Stu diese überlebte und auch noch 25 Jahre später auf Rache sinnt.

Was daraufhin folgte … nun, da müsste Hollywood schon ein wenig härter in die Trickkiste greifen, um den Zuschauern das verständlich zu verkaufen.
Denn Stu überlebte die diversen Stichwunden, nur um später von Sidney mit einem Fernseher auf dem Kopf getroffen zu werden. Und wenn das nicht schon genug wäre, so wurde er dabei noch mit einer Wagenladung an Stromschlägen gegrillt.
Nun, ich weiß nicht, wie viele Leute sich heute an Röhrenfernseher erinnern. Da ich schon ein paar Lebensjahre auf dem Buckel habe und selbst einen gehabt habe, weiß ich noch ganz genau, wie schwer die Dinger sein konnten.. Ein Flatscreen ist damit kaum vergleichbar.
Ein Röhrenferner kann gerne zwischen 7 und 150kg wiegen (https://www.chip.de/artikel/Grundlagen-TV-Geraete-LCD-Plasma-oder-Roehre-4_140238716.html#:~:text=ein%20R%C3%B6hrenfernseher%20wiegt%20je%20nach,je%20nach%20Bildschirmdiagonale%20des%20TVs.). Stus TV sah mir nicht aus wie ein 7kg TV – ganz im Gegenteil, und wenn ich an den großen Kasten meiner Eltern denke (und vor allem seine Schwere), dann gehe ich nicht davon aus, dass man es überleben kann, von einem auf dem Kopf getroffen zu werden. Es ist ja nicht nur das Gewicht. Auch die kaputte Glasscheibe, sowie die Stromschläge werden ihr übriges getan haben. Zumal er bereits vorher unter immensem Blutverlust litt.
Wie gesagt, ich bin keine Ärztin, aber das sieht mir so aus, als könne nicht einmal McDreamy den Patienten retten (ja, der Vergleich mit Patrick Dempsey a.k.a Mark Kincaid ist beabsichtigt, Scream-Fans 😉 ).
Ich glaube Stu bräuchte eher die Kräfte eines Jason Vorhees, um das zu überleben. Ich frage mich also, wie könnten mich die Macher überzeugen, dass ich glaube, dass unser guter Stu den Abend überlebt hätte?

Natürlich ist Hollywood Hollywood. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Regisseure und Drehbuchautoren irgendeinen Blödsinn ausdenken, nur um einen beliebten Charakter zurückzubringen.  Und gerade im Horrorgenre findet man einen Haufen sinnloser Wiederbelebungsmaßnahmen, nur um den toten Hauptcharakter zurückzuholen. Ein recht bekanntes Beispiel ist Jason Vorhees. Unmöglich fände ich die Idee daher nicht, sollte Stu plötzlich aus irgendeiner Ecke springen .
Trotzdem.
Scream versucht eigentlich immer, möglichst nah an der Realität zu agieren. Die Killer sind nicht unbedingt übermenschlich veranlagt wie Michael Myers oder Freddy Krüger, dennoch gibt es auch hier gewisse kreative Freiheiten, die die Killer ein wenig von unserer Realität abheben.
Nichtsdestotrotz vermeiden die Macher der Reihe jegliche übernatürliche Elemente. Und dass sollte man nicht unbedingt ändern. Jedenfalls nicht, solange man sich noch in der Original-Timeline befindet.

Wie oben bereits erwähnt, kann kein Fan entscheiden, ob Stu überlebt. Egal, mit welchen Geschichten sie kommen, um sein Überleben oder Tod zu erklären. Nur die Macher des neuen Scream treffen am Ende diese Entscheidung. Halten sie ihn für tot? Dann ist er es. Auch weil – anders als bei Halloween –  die Timeline gleich bleibt.
Wollen sie Stu zurück? Dann finden sie auch hier einen Weg. Entweder mit Logik oder nicht. Das ist Hollywood. Denn den Film schauen wir trotzdem, oder? Auch wenn wir ihn hassen.

Ich persönlich liebe Stu, das habe ich in dem Artikel auch schon geschrieben. Trotzdem möchte ich auch nicht, dass Scream zu realitätsfern wird. Und ja, da spreche ich auch die bereits oft gesehenen Geister oder Illusionen aus Teil 3 und 5 an. Dazu wäre es ein wenig langweilig, auch mit Stu diese Masche durchzuziehen. Man muss mir also schon etwas Nachvollziehbares verkaufen, brächte man ihn zurück. Ich schätze, sie würden es einfach nicht mehr erwähnen und die Vorgänge von vor über 25 Jahren schlicht todschweigen. Das wäre die einfachste Möglichkeit, obwohl sie mir persönlich nicht gefiele.

Nichtsdestotrotz gäbe es für mich eine Lösung, mit der ich zufrieden wäre. Nämlich, dass man nicht Stu Macher zurückbrächte, sondern einfach nur Matthew Lillard. Schließlich mögen wir Stu doch nur durch seine Darstellung.
Matthew Lillard könnte als ein ganz anderer Charakter eingeführt werden. Vielleicht als Stus Zwillingsbruder, den alle für schuldig halten und er am Ende alle rettet. Oder als eine Art Doppelgänger ohne familiären Hintergrund.
Man könnte ihn auch schlicht in die Maske schicken und ihm ein anderes Aussehen verpassen, sodass er überhaupt nicht aussieht, wie Stu. Johnny Depp erkennt man in Kevin Smiths Film Yoga Hosers, den er 2016 zusammen mit seiner Tochter drehte, ebenfalls kaum wieder. So könnte Matthew Lillard Teil des Ensembles werden und fiele nicht einmal auf.
Für mich geht es nicht wirklich darum, Stu wiederzusehen, ich würde ebenso die Vorstellung mögen, die Originalschauspieler in neuen Rollen zu sehen.
Ich meine, Jamie Lee Curtis spielt eine andere Art der Laurie Strode in Halloween H20, als in der neuen Trilogie. Sicher, es ist dieselbe Rolle in einer anderen Timeline, und doch verleiht sie Laurie Strode in jeder Timeline eine andere Facette.  Warum also nicht etwas ähnliches bei Scream versuchen?
Und vor allem, warum es den Fans im ersten Moment sagen?
Ich fände es super, wenn wir einen neuen Mörder hätten, den keiner kennt, der sich eine Art Pseudonym gibt und im Abspann sehen wir dann Schauspieler XY alias Matthew Lillard. Die alte Hauptfigur kehre zurück als neue. Mir würde es gefallen. Das Internet würde ausrasten.
Und ja, ich weiß, ein paar Leute würden solche Ideen komplett ablehnen. Aber hey, dann sollen die sich was eigenes ausdenken.

Mein Fazit:

Lösen wir uns von der Vorstellung, Stu wiederzusehen, denn wir brauchen nicht wirklich ihn und seine Rolle, sondern eher Mathew Lillard, dem wir es verdanken, dass seine Rolle immer noch sehenswert ist.
Mathew Lillard kann uns genauso gut eine neue Rolle und Facette von sich im Scream-Universum schenken. Vielleicht jemand, der nicht von einem schweren Röhrenfernseher erschlagen wird und dann auch mal mehrere Teile hintereinander mitspielen könnte.
Ich freue mich auf Scream 6 und hoffe auf ein Wiedersehen.

Bis zum nächsten Mal …

Zur 2. Auflage: „Die Ära der schweigenden Muse“

Hallo allerseits,

endlich ist es soweit und die zweite Auflage von „Die Ära der schweigenden Muse“ ist im Handel erhältlich.

Natürlich blieb die Kerngeschichte identisch mit der ersten Auflage, nichtsdestotrotz habe ich eine Menge Schönheitskorrekutren durchgeführt. Und damit meine ich nicht allein das Cover.

Mir ist vor allem aufgefallen, wie sehr sich mein Schreibstil in den letzten Jahren verändert hat. Immer wenn es heißt, dass man schreiben lernt, indem man schlicht und ergreifend einfach weiter schreibt, hört sich das eigentlich viel zu simpel an. Und doch sind es wahre Worte.

Obschon ich nicht alle meine Geschichten, die ich in den letzten Jahren schrieb, auch veröffentlichte, so halfen sie mir doch, einen gewissen Stil zu entwickeln, der mir am Anfang noch fehlte. Beim Überarbeiten des Romans fiel mir diese Entwicklung tatsächlich zum ersten Mal richtig auf.

Das Buch ist dadurch ein wenig kompakter geworden. Ich habe viele Sätze gekürzt, neu umgeschrieben oder schlicht und ergreifend weggelassen. Dabei habe ich natürlich immer versucht, die Geschichte im Kern so zu lassen wie man sie kennt.

Am Ende erscheint das Buch mit einer geringeren Seitenanzahl aber genau so viel Inhalt. Dazu gibt’s ein neues Cover. Den Inhalt der Geschichte findet ihr hier.

Und für eine Leseprobe geht hier zum BoD-Buchshop.

Bis zum nächsten Buch,

Pola 🙂

Die Ära der schweigenden Muse

 

Foto: fotolia by adobe ©labitase

Zurück in die wilden Zwanziger, in die Zeiten von Prohibition, schillernden Partys und Stummfilmen. Olivia Bergmanns Reise durch die Zeit der Roaring Twenties!

Inhaltsangabe:

1924

Olivia will mehr vom Leben!

Unzufrieden mit ihrem Dasein als Kellnerin in einem kleinen schlesischen Café, möchte Olivia Bergmann ihrem Traum nachgehen und eine gefeierte Stummfilmschauspielerin werden. Durch Zufall erhält sie die Möglichkeit nach Amerika auszuwandern. Kurzerhand beschließt sie ihr Leben zu ändern…
…und landet in einer Mondscheinkneipe in Mitten der amerikanischen Prohibition!

Zwischen Jazzmusik und gestrecktem Whisky strebt Olivia zum Weltruhm!
In binnen von wenigen Wochen steigt sie zu einem gefragten Star auf, heiratet sogar einen bekannten Drehbuchautor, wenn auch nicht ganz uneigennützig.
Ihr Leben erscheint oberflächlich prächtig. Rauschende Partys, Männer und Ansehen gehören nun zu ihrem dekadenten Leben.
Ihre Konkurrentinnen bringt sie rasch zu Fall, meistens durch ihre eigene Hand. Sie steht kurz davor, zur lebenden Legende aufzusteigen.

Doch der Ruhm hat seinen Preis! Und das Karma schlägt ein wie eine Bombe.
Denn bei aller Feierlaune übersieht man schnell, dass die Roaring Twenties in einer knallharten Depression endeten…

 

Intressiert? Hier geht’s zum BoD-BuchshopDort findet man ebenso eine Leseprobe.


Die Ära der schweigenden Muse, 408 Seiten, EUR 12,99-, (Print), EUR 8,99-, (e-book)

Willkommen!

Willkommen auf der neuen Autorenseite von Pola Swanson!

Mein Buch Die letzte Wahrheit gibt es jetzt als E-book und neu, auch als  Printausgabe.

Die letzte Wahrheit führt Sie in das Hollywood der Goldenen Ära. Intrigen und Verrat aber auch Freundschaft und Liebe erwartet Sie. Doch gibt es am Ende das Hollywood’sche Happy End oder endet alles in einem großen, epischen Drama?

Lesen Sie selbst!

 

foto: fotolia by adobe ©laplateresca

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