Converted – Überwindungen Der Blogbeitrag zu Converted 1.3.

Die dritte Bookisode von Converted betrifft ein Thema, in dem es – wie der Titel schon sagt – um Überwindungen geht.
Hier vor allem um die Überwindung, jemandem zu helfen, für den man zweifelhafte Gefühle hegt, beziehungsweise jemandem, von dem man weiß, dass er einen verraten wird.

In jener Episode betrifft das Cian.

Wie wir bereits erfahren durften, haben Áine und Cian eine gemeinsame Vergangenheit, auf die sie zurückblicken können. Eine Vergangenheit, die am Ende mehr Probleme als schöne Erinnerungen brachte.

Die letzte Episode zeigte uns, dass sich Cian dem Bösen anschloss. Oder besser gesagt: Er schloss sich Harlow an, einem Dämon, der die Welt in die Apokalypse ziehen möchte.

Wieso, weshalb oder warum dies geschah, dies blieb offen. Nun, in der neuen Episode werden die Hintergründe darüber beleuchtet. Was geschah mit Cian? Warum schloss er sich gerade Harlow an? Schließlich gibt es eine Menge reiner Dämonen, die zwar Harlow unterstehen, aber nicht unbedingt seine rechte Hand darstellen.

In jener Episode gerät Cian in Schwierigkeiten. Ein anderer Dämon verletzt ihn so schwer, dass er dem Tode geweiht ist, sofern ihm niemand hilft. Das Problem: Die einzigen, die es tun könnten, sind die Konvertierten. Und bis auf Áine hat Cian wirklich bei niemandem einen Stein im Brett.

Deshalb werfen wir in jener Episode ebenfalls einen Blick auf den inneren Konflikt, der vor allem in Graeme herrscht. Noch vor kurzer Zeit wollte Cian ihn umbringen – doch durch Cians schwere Verletzung ist Graeme nun gezwungen, sich zu fragen, ob er dem Jungen helfen will. Oder: Ob er Áine helfen will.

Dabei geht es Graeme gar nicht wirklich um Cian und seine Tat per se, er macht sich auch Sorgen um Áine, wie wir in der letzten Episode herausfanden. Denn letztlich kann man ihn nicht gerade als großen Cian-Fan betrachten.

Am Ende des Tages wird ein schreckliches Geheimnis aufgedeckt, das Graeme zum Handeln zwingen wird. Aber in welche Richtung?

Wie bereits oft erwähnt, spielt das Buch Anfang der 2000er. Und ich versuche immer mal wieder ein wenig Information auch über die damalige Zeit in die Geschichten hereinzubringen. Wir kennen Klapphandys, Klingeltöne und auch die ersten, richtigen Probleme, die die Freiheit des Internets hergab und die oftmals die Teenager von damals betrafen.

Wenn ich an die 2000er Jahre zurückdenke, so erinnere ich mich an ein Thema, was ziemlich lange Thema diverser Nachrichten gewesen ist:

Das illegale Herunterladen von CDs und das Brennen solcher Alben.
Ob die Warnung im Fernsehen oder auch in Zeitschriften kam, man wurde andauernd gebeten, das Urheberrecht zu schätzen und auch an die Warnungen erinnert, was passiere, wenn dies nicht passierte. Jeder, der zu dieser Zeit aufwuchs und nur ein Taschengeld vorweisen konnte, weiß mit Sicherheit noch, wie teuer teilweise Maxi-CDs waren, bei denen man zwei oder drei Lieder wiederfinden konnte.  Ich selber erinnere mich, wie leer meine Geldbörse am Ende des Monats gewesen ist, wenn ich erst mal auf VIVA, MTV und Co. die neuesten Musikvideos gesehen habe…Da das Internet seinen Weg immer mehr in das Leben der Leute bahnte, war das natürlich die perfekte Basis für illegale Downloads. Genau aus diesem Grund habe ich das Thema kurz angeschnitten, auch weil dies früher so oft ein Thema gewesen ist. Vor allem, da gerade Áine besessen von Musik ist und eher eine Person ist, die eine „Schwamm-Drüber-Denkweise“ an den Tag legt, während Kat eine sehr ehrliche Person ist, die Regeln achtet und arge Probleme hat, wenn andere das nicht tun.

Nun gut, ich hoffe, euch gefällt die neue Bookisode, mir hat sie Spaß gemacht zu Schreiben.

Episode 1.4., auch „Verrat“ genannt, wird voraussichtlich erst um Frühjahrsbeginn erscheinen.

Eure Pola


Converted 1.3. Überwindungen

Converted 1.3. Überwindungen im Handel!

Was sind Bookisodes und warum schreibe ich sie?

 

Bildrechte: Pola Swanson

Bookisodes oder Novelsodes sind eigentlich nichts anderes als mehrere Kurzgeschichten, die im Großen und Ganzen zu einer großen, zusammenhängenden Geschichte aufgebaut werden. Ähnlich wie Fernsehepisoden, die am Ende zu einer Staffel aufblühen.
Ich bin ein großer Fan von diesem Genre, denn ich selbst neige beim Schreiben dazu, eher längere Kapitel zu schreiben, die man im Nachhinein gut zu einzelnen Episoden umbauen kann.

Den Schreibstil á la Bookisodes habe ich – anders als erwartet – nicht bei Converted das erste Mal ausprobiert, sondern bei einer bisher unveröffentlichten Bücherreihe meinerseits. Während des Schreibprozesses fiel mir auf, dass meine Ideen bezüglich der Geschichte weitaus vielfältiger sind, als dass sie in einen Bücherteil allein passen. Am Ende habe ich überschlagen und festgestellt, ich lag bei über 700 Seiten, sobald ich das Buch in das finale Layout setze.

Eventuell kein Problem für einen Verlagsautor, gibt es ja durchaus zahlreiche Autoren, die gerne mal etwas mehr schreiben. Bei Self-Publishern jedoch kommen da einige Probleme auf einen zu – sofern man sein Buch auch in den Print setzen möchte.

Zunächst kommt der Verkaufspreis, der bei einer hohen Seitenzahl gerne mal einen stolzen Preis erreicht. Das kommt schlicht aus dem Grund, da jedes bestellte Buch einzeln gedruckt wird und nicht in einer Gesamtauflage erscheint. Somit steigen die Druckpreise pro Buch und mit ihm der Preis. Daran kann man als Autor einfach nichts ändern und es ist für mich auch verständlich und fair, denn letzten Endes entstehen nun mal Kosten, die gedeckt werden müssen.

Neben jenen Kosten kommt dann aber auch noch ein weiteres Problem. Die maximale Seitenzahl der Bücher darf bei BOD nicht die 700 überschreiten. Übersetzt bedeutet das, ob ich will oder nicht, ich muss mein Buch ohnehin splitten.

Was macht man also?

Da kamen die Bookisodes ins Spiel.

Ich muss vorne weg sagen, ich wollte mein Buch nicht verkleinern, sondern die gesamte Geschichte behalten. Und da ich dieses Buch ohnehin in einer Art Episodenturnus schrieb, passte alles perfekt zusammen.

Und bislang gefällt es mir gut.

Auch Die letzte Wahrheit gestaltete ich damals bereits leicht Episodenhaft. Das fällt bei der ersten Betrachtung eventuell nicht sofort auf, da ich das Buch schließlich als Stand-Alone veröffentlichte und die Geschichte demnach stärker zusammenraffte. Doch wenn ich ehrlich bin, ist mir der Gedanke durchaus gekommen, auch diese Geschichte vielleicht noch einmal im Episodenturnus zu verfassen. Damals war ich aus Platzgründen leider gezwungen, einige Ideen zu verwerfen, die ich noch für das Buch hatte. Für einen weiteren Band hätten sie nicht mehr in die Entwicklung der Geschichte hineingepasst. Wären sie allerdings ins Originalbuch gekommen, hätten sie den Rahmen des Buches schlicht gesprengt. Damals wollte ich schließlich einen Roman verfassen. An Bookisodes dachte ich noch gar nicht.

Ich würde die restlichen Geschichten rund um Aubrey, Erin und Natalie gerne erzählen, allerdings fehlt mir momentan die Zeit dafür. Insofern kann ich nicht versprechen, diese Idee wirklich umzusetzen.

Das schöne an den Bookisodes ist: Man darf einfach mehr Material in die Geschichten einfügen. Für die Charakterentwicklung ist das wohl der größte Vorteil. Gerade als Autor verbringt man viel mehr Zeit mit seinen Charakteren und schafft es so, sie (hoffentlich) facettenreicher aufzubauen. Es bleibt einem Platz für Geschichten, die auf den ersten Blick vielleicht den roten Faden nicht weiterbringen, dafür aber die Handlungsweisen der Charaktere besser in den Vordergrund rücken. Eben genau wie bei Fernsehserien, wo hier und da Episoden eingebaut werden, die Charaktere mehr beleuchtet, für die Staffelgeschichte aber dann eher unwichtig erscheinen.

Das ist auch der Unterschied zwischen „normalen“ Bücherreihen und Bookisodes. Bookisodes bestehen nicht aus 300 oder 400 Seiten, sondern sie sind vom Umfang her als Kurzgeschichten oder Novellen angelegt. Während jeder Teil einer Bücherreihe wieder eine Geschichte erzählt, die am Schluss vollendet wird, so muss dies nicht der Fall bei Bookisodes sein. Vereinfacht kann man sagen: Eine Staffel Bookisodes ist gleichzusetzen mit einem Teil einer Bücherreihe.

Natürlich ist nicht jede Geschichte auch Bookisode Material. Man muss einen Stoff haben, den man ziehen kann, der lange vorhält, ähnlich wie im Fernsehen. Vieles eignet sich nur zum Stand-Alone.

Zieht man hier auch einen Vergleich zur Filmwelt, so kann man sagen: Die Stand-Alones sind die Filme der Bücherwelt.

Und wie geht’s mit meinen Bookisodes weiter?

Am Ende des Tages muss ich gestehen, ich plane vorerst nicht , die Bookisodes auch im Print herauszubringen. Die Kosten dafür sind ein wenig zu hoch und außerdem wird mir bei der Masse an Seiten (die am Ende dabei rauskommen) auch kaum die Möglichkeit bleiben, über das Self-Publishing ein ganzes Buch herauszubringen – wieder einmal wäre ich gezwungen zu splitten. Eine Gesamtedition wäre dementsprechend nur als E-Book möglich. Das wird der Markt ähnlich sehen, denn sonst wäre der Büchermarkt von Bookisodes sicher bereits überschwemmt. Schließlich habe ich die Bookisodes nicht erfunden.

In Zeiten von E-Books ist diese Art zu Schreiben möglich, was ich sehr schön finde. E-Books haben den Vorteil, dass man viel öfters auch kleinere Geschichten anbieten kann. Schließlich muss nicht jede Geschichte aus 500 Seiten bestehen. Manche Geschichten sind auch in 50 Seiten erzählt und genauso unterhaltsam.
Außerdem – wenn man den finanziellen Aspekt des Verbrauchers betrachtet – entscheidet der Leser natürlich auch so von Episode zu Episode, ob die Geschichte einen anspricht oder nicht, und somit entscheidet jeder selbst, wie viel man für die einzelnen Episoden ausgeben möchte.

Nichtsdestotrotz freue ich mich, die Bookisodes nun endlich veröffentlichen zu dürfen. Was genau noch folgen wird…nun das wird sich zeigen.

Für die erste Staffel Converted sind 10 Episoden geplant. Insofern könnt ihr euch darüber bereits freuen.

Bis dahin, alles Gute!

Eure Pola