Ranking: Community Halloween Episoden

Hallo allerseits,

die Halloweenrankings sind da! Diesmal sprechen wir über die Comedysendung „Community“ und ranken alle Halloweenepisoden, die in der Serie vorkommen. Die Sendung ist vielleicht nicht vielen bekannt, dennoch ist sie auf jeden Fall wert, einen Blick hineinzuwerfen. „Community“ ist ein wenig speziell und man muss die Art des Humors mögen. Nichtsdestotrotz empfehle jedem, der Show wenigstens mal eine Chance zu geben.

Also, auf nach Greendale und ranken wir die Episoden!

Mein Ranking

Platz 4

Staffel 4 – Der Panikraum

Ja, wir beginnen mit der berühmten „Gasleak“-Season.  Die Studygroup ist dabei, die Halloweenparty einer Kommilitonin zu besuchen, doch einer fehlt: Pierce. Dieser wurde nicht eingeladen, weil er und die Gastgeberin sich nicht mögen. Pierce erzählt, er habe sich in seinem Panikraum eingesperrt, weil er den Geist seines toten Vaters sah. Jeff ist der einzige, der ihm nicht glaubt, dennoch lässt er sich auf Pierces Bitte ein, in seinem Haus nach dem Schlüssel zu suchen, der ihn aus dem Panikraum befreit. Doch anders als erwartet, wird die Suche ziemlich schaurig.

Von allen Halloween-Episoden der Serie, gefiel diese mir am wenigsten. Zwar mag ich die Geisterhausatmosphäre und die Anspielungen auf verschiedene Filme, dennoch hatte ich bei dieser Folge eher das Gefühl, dass es mehr um die „Alltagsprobleme“ der Gruppe vor dem Hintergrund einer Halloweenepisode ging, anders als bei allen anderen Halloweenepisoden. Dadurch ging der Gruselfaktor etwas unter.

Platz 3

Staffel 1 – Mexikanisches Halloween

Aller Anfang ist schwer, dennoch ist die Folge per se eigentlich gar nicht schlecht, nur eben nicht so gut wie die beiden noch freien Plätze. Der Plot ist recht einfach gehalten. Annie plant eine Halloweenparty und wünscht sich Jeff als Ehrengast, da sie glaubt, dass er den „Coolness“- Faktor erhöht, weil ihre Partys sonst eher als langweilig gelten.  Natürlich hat Jeff darauf keine Lust und will lieber mit seinem neuen Love-Interest Halloween verbringen. Derweil hat Pierce Probleme damit, als „alt“ zu gelten und tauscht mit Starburns („Alex“)  Pillen aus. Nur leider führen diese dazu, dass er komplett die Kontrolle verliert und damit nur Chaos verursacht. Jetzt kann nur noch Jeff helfen.

Die Folge ist ein guter Anfang, was die zukünftigen Halloweenfolgen betrifft. Zwar wird weniger Wert auf den „Gruselfaktor“ gelegt, dennoch ist sie sehr witzig und unterhaltsam und stellt den Wahnsinn als Halloween besser da als in Staffel 4. Wahrscheinlich wäre eine solche Folge bei einer anderen Serie sogar Platz eins geworden. Kennt man jedoch die anderen Halloweenfolgen von Community, kann ich hier nur Platz 3 vergeben. Die Folge zeigt den Humor und die Verrücktheit der Serie deutlich. Nichtsdestotrotz ist sie der perfekte Anfang für einen Community-Halloween-Marathon.

Platz 2

Staffel 3 – Das Lerngruppenmassaker

Die Episode beginnt damit, dass die erst kürzlich zur Psychologiestudentin gewordene Britta glaubt, dass ein Mitglied ihrer Lerngruppe Mordtendenzen hat, nachdem sie ihre Freunde dazu aufforderte, einen psychologischen Test auszufüllen. Um herauszufinden, wer der potenzielle Serienkiller ist, lässt sie alle Gruppenmitglieder Horrorgeschichten erzählen. So will sie herausfiltern, welcher ihrer Freunde die gestörtesten Gedanken hat.

Diese Halloweenepisode unterhält den Zuschauer sehr. Es gibt zahlreiche Anspielungen auf verschiedene Filme, was gerade Cineasten freuen wird. Die Atmosphäre ist schaurig, aber witzig. Und jede Geschichte spiegelt so ziemlich den Charakter unserer Studygroup wider. Ganz besonders das Ende ist super, bei dem uns erst einmal bewusst wird, wie verrückt sie alle wirklich sind. Doch mal ehrlich, guckt man sich alle Folgen an, überrascht das Ergebnis irgendwie nicht.

Platz 1

Staffel 2 – Zombie-Alarm!

Ich glaube, jeder, der die Serie gesehen hat wird sagen, dass Staffel 2 eine wahnsinnig gute Halloweenepisode hat. Tatsächlich gehört diese Episode sogar zu meinen Lieblingsepisoden der gesamten Serie.

Greendale feiert Halloween und diesmal bestellt der Dean aus Spargründen ein Buffet, was die Studenten der Uni mehr oder minder in Zombies verwandelt.  Das Essen verursacht eine tollwutartigen Ausbruch, dessen Virus durch den Biss weitergetragen wird. Nur das Anschalten der Klimaanlage kann die Human Beings (so nennt man sich in Greendale) jetzt noch retten.

Anders als in anderen (Nichtmystery)-Serien sprechen wir bei dieser Geschichte nicht von Traumsequenzen oder einer Geschichte in einer Geschichte. Nein, Community macht direkt klar, dass diese Episode in ihrer „Realität“ wirklich passierte. Und nicht nur das, diese Episode ist sogar der Beginn einer ganz besonderen Storyline von Shirley und Chang, man lässt also auch Konsequenzen daraus entstehen und sie nicht einfach nur allein stehen ohne sie jemals wieder zu benennen (Funfact: Zu Beginn der Halloweenepisode der 3. Staffel hören wir sogar, dass der Fehler wieder wiederholt werden soll). Es gibt haufenweise Anspielungen auf Horrorfilme, diesmal vor allem Zombiefilme (z.B. die Katzensequenz ist herrlich, wenn man bedenkt, in wie vielen Horrorfilmen Katzen für Jumpscares gebraucht werden). Es ist eine tolle Halloweenstimmung und die Witze sind ebenfalls passend.

Diese Episode ist das Paradebeispiel für das, was die Serie ausmacht. Wir nehmen es Community ab, dass diese Absurdität tatsächlich in Greendale passieren kann. Kaum eine (Nichtmystery)-Serie würde sich so etwas trauen, wenn man nicht später irgendeine Erklärung abgibt, warum das alles eigentlich nur ein verrückter Traum o.ä. sei. Und genau dieser Mut ist es, was Community ausmacht. Gerade weil man die Episode als „wahr“ und „geschehen“ darstellt, ist sie so gut und zeigt hier die Stärke und Seele der Serie. Die Serie hat Witz und Charme. Nimmt sich selbst nicht zu ernst und doch bleibt sie sich immer treu.

Insofern, bis zum nächsten Mal …


Alle Angaben ohne Gewähr. Der Artikel spiegelt nur meine eigene Meinung wider.

That’s what she said vs. How you doing? – Können The Office und Friends verglichen werden?

Pola Swanson; Made with Canva

Hallo allerseits,

dieses Mal bin ich zurück mit der Frage: Können The Office und Friends fair verglichen werden? In den letzten Jahren sieht man immer mal wieder, wie sich die Fans von The Office mit denen von Friends streiten. Das ist nicht neu, denn Friends-Fans und Seinfeld-Fans stritten sich in den 90er Jahren um gleiche Themen. Natürlich beanspruchen die Fans, das ihre Serie die einzig richtige ist, was Witz, Cast und Geschichten angeht. Währenddessen diejenige, die beide Serien mögen sich zurücklehnen und … nun … mehr Spaß und weniger Streit im Leben haben. Ist doch auch mal was.

Aber ist das eigentlich so einfach festzustellen? Kann man Friends und The Office tatsächlich vergleichen?

Meine Meinung? Eher nein.

Warum ist das so? Nun, beginnen wir am Anfang und finden es heraus.

Allein das Genre der beiden Serien ist komplett verschieden, auch wenn man dies nicht auf den ersten Blick nicht meinen mag. The Office ist eine Comedy Sendung. Das heißt, es gibt keinen eingespielten Laugh-Track, die Sendung wird nicht vor Publikum gespielt. Auch die Kulissen sind ein wenig freier aufgebaut. Anders als bei Sitcoms die vordergründig immer auf Bühnen zu finden sind – gerade wegen den Zuschauern. Friends ist eine Sitcom, die alle der oben genannten Merkmale aufweist. The Office hat eine Menge verschiedener Kulissen, diverse Innen- und Außenaufnahmen. Ein großer Vorteil, meines Erachtens, um so eine „realere“ Atmosphäre zu schaffen. Nichtsdestotrotz machen diese fehlenden Eigenschaften eine Sitcom nicht unbedingt schlechter.

Dazu  – und das muss man ganz nach oben stellen, weil das eigentlich der größte Unterschied ist –  gehört The Office zu den Mockumentery-Serien. Das heißt, es wird so getan, als sähe man eine Dokumentation eines – im Falle von The Office – Büros. Man verfolgt die Leute, die im Büro arbeiten und daher auch jedem, der ins Büro kommt oder mit ihnen zu tun hat. Friends hingegen soll das „wahre“ Leben darstellen. Man soll glauben, man schaue den Darstellern zu, wie sie ihr Leben leben, während es ziemlich deutlich gemacht wird, dass wir bei The Office nur die Ausschnitte sehen, die die „Kamera“ uns zeigt. Genau aus diesem Grund sieht man z.B. auch nicht jedes Mal, wenn Pam und Jim einen Wochenendausflug machen. Aber man sieht sie am „Montag“ den Redakteuren im Interview darüber berichten (und auch wenn es solche Episoden gibt, dann begleitet die Kamera die Protagonisten aus irgendwelchen Gründen).

Ein weiterer Unterschied ist für mich der Inhalt beider Sendungen. Bei Friends dreht sich alles um die Freundesclique, die in ihren 20ern und 30ern das Leben erkunden. Es gibt Nebencharaktere, dennoch wird der Hauptcast die gesamte Zeit eng beieinander gehalten. Es gibt keine Ausstiege, Recasts, niemand der hinzukommt. Die sechs Freunde bleiben von Anfang bis Ende, ohne Ausnahme. Ihre Geschichten drehen sich um die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander. Jobs, Familie, Love-Interests und andere Bekannte werden höchstens für kleinere Geschichten dazugeholt, und falls sie den Hauptcast zu sehr beeinträchtigen, wird die Geschichte umgeschrieben, sodass unsere Freunde wieder zum Hauptthema werden. Man siehe z.B. die Ross und Emily Geschichte. Dass Ross Rachels Namen am Altar sagt, zieht man Rachel automatisch in die Geschichte hinein. Die Möglichkeit, dass Emily eventuell für ein bis zwei Staffeln bleiben könnte und Teil der Clique wird, wird in keinster Weise versucht, wie in anderen Serien. Ebenso wird sie als Charakter ziemlich nach außen gedrängt. Wir sehen Ross‘ Versuche, die Hochzeit und die darauffolgende Trennung zu verarbeiten. Emily ist dabei selbst kaum mehr existent und spielt höchstens eine Gastrolle.  Auch als Mike, Phoebes späterer Ehemann, in den Cast kommt, wird sehr darauf geachtet, dass er nicht mehr Screentime in der Gruppe bekommt, als der Rest der Bande. Stattdessen wird er oft als „unabkömmlich“ gezeigt. Wie z.B. als er an Phoebes Geburtstag arbeiten muss. So steht die Gruppe wieder im Vordergrund.

Ganz anders bei The Office. Die Serie zeigt von Anfang an ziemlich deutlich, dass Charaktere kommen und gehen. So wie es im Leben nun mal so ist. Jim zieht für mehrere Folgen sogar aus Scranton weg. Als Zuschauer sehen wir solange ein neues Set und auch neue Charaktere wie Andy oder Karen, die nicht von Beginn dabei sind und später mit Jim nach Scranton zurückkehren. Gleichzeitig bleibt das Scanton Set aber erhalten und wir werden Zeuge von zwei verschiedenen Sets und Geschichten. Bei The Office werden Nebencharaktere in den Hauptcast befördert, wie z.B. Darryl. Einige Charaktere steigen aus (Bsp. Michael), andere fehlen für mehrere Folgen (z.B. Andy). Nebencharaktere kriegen öfters Episoden, wo sie auch im Focus stehen (DeAngelo), obwohl sie nur ein paar Folgen später wieder aus der Serie verschwinden. Und obwohl wir geliebte Charaktere wie z.B. Dwight haben, die den Handlungsbogen oft stark beeinflussen, so steht The Office ganz klar hinter dem Titel, dass es hier um das Leben im Büro handelt und es sich nicht unbedingt nur im die sich darin befindenden Charaktere drehen muss. Während Friends ganz klar die Freunde in den Fokus stellt und daraus kein Geheimnis macht.

Als nächsten Punkt kann man anmerken, dass The Office und Friends verschiedene Zuschauergruppen ansprechen. Friends sollte die Twens in den 90ern zeigen. Ihre Probleme und Wünsche darstellen. Noch nicht jeder weiß, was er mit seinem Leben tun möchte (z.b. Rachel), manche haben Geldprobleme, weil ihre Jobs ihnen nicht viel einbringen (z.b. Joey). Man feiert Partys, versucht erwachsen zu werden, zu heiraten und Kinder zu kriegen … Die Probleme werden ans Alter der Charaktere und damit den Zuschauern angepasst.

Derweil The Office durch seine Charaktervielfalt so gut wie alle Altersgruppen anspricht. Die Serie hat ältere Charaktere (z.b. Stanley) und jüngere (z.B. Jim). Charaktere, die ihren Job zunächst als temporär betrachten (z.B. Pam), Praktikanten (z.b. Ryan) oder Chefs (z.b. Michael). Die daraus resultierenden Probleme betreffen daher alle Altersgruppen und Klassen.  Es gibt die etwas wohlhabenderen Personen , genau wie diejenigen, die mit Geldproblemen zu kämpfen haben.  Man zieht einen etwas anderen Schnitt durch die Gesellschaft, als es bei Friends der Fall ist.

Fazit

Ich liebe beide Serien sehr und schaue sie mir gerne an. Jede Serie hat ihren eigenen Humor, was ich mag. Und ich mag es eben auch, dass beide so verschieden sind. Auch was ihre Geschichten betrifft.

Etwas, was beide Shows gemeinsam haben, ist, dass sie in den letzten Jahren hier und da in Kritik geraten sind. Bei The Office mit dem manchmal etwas herberen Humor und Friends wegen dem Mangel an Diversität im Cast. Fakt ist, beide Serien sind nicht dafür gedreht worden, um in zwanzig Jahren mit dem heutigen Standard gemessen zu werden. Aber das werden die Serien, die momentan gedreht werden, auch nicht. Wer weiß denn schon, wie sich die nächsten 20 Jahre entwickeln werden, an welchen Maßstäben sich die heute gedrehten Serien messen müssen. Einen solchen Vergleich zu ziehen ist immer unfair, deshalb sollte man eine Serie immer nur in dem eigenen historisch gesellschaftlichen Rahmen vergleichen, in dem sie damals erschienen ist.

Für mich sind sowohl Friends als auch The Office nicht zu vergleichen. Es sind zwei verschiedene Shows, die aber beide eine sehr hohe Qualität vorzuweisen haben. Ihre Drehbücher sind witzig, sie unterhalten uns. Und die Schauspieler zeigen uns eine wunderbare Leistung. Man sieht deutlich, wie viel Liebe zum Detail in beiden Serien steckt.

Sicher, man muss nicht beide Serien gleich oder überhaupt mögen. Jeder Geschmack ist verschieden. Und es ist in Ordnung, eine der beiden Serien mehr zu mögen. Und genau da zeigt es ja auch, dass die beiden Serien eben nicht zu vergleichen sind. Gerade weil es so viele Unterschiede gibt, die der eine mag und der andere nicht.

Insofern, bis zum nächsten Mal…

 

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