Die Adaire Chroniken – Das große Staffelfinale: Ein Zwischengedanke

Meine lieben Leser,

obschon es bei uns (für manche zum Glück) noch eine Weile bis zum nächsten Weihnachtsfest hin ist, so wird die Familie Adaire ihr großes Staffelfinale in den letzten Tagen des Jahres 1960 feiern.

Wer sich zurückerinnert, im Prolog des allerersten Bandes Was vom Tage übrig blieb , zieht Jordan Adaire ein Fazit über das vergangene Jahr und stellt dabei fest, eine Menge Ärgernisse überwunden zu haben und ebenfalls auf ein eher unsicheres, neues Jahr zu blicken.

Die Frage, die ich mir beim Schreiben stellte, lautete : Wie viel verrate ich in diesem Prolog? Und wie viel ist zu viel, falls Story-Änderungen oder Spoileralarm dann die Lust zum Lesen mindern?

Natürlich hatte ich die Geschichte im groben zusammen, aber nach nun mehr zwei Büchern und einem im Schreibprozess, muss ich gestehen: Die Geschichten sind noch einmal deutlich ausschraffierter geworden als zunächst erdacht. Das wird vor allem an der Seitenzahl ersichtlich. Bereits bei Ein Hauch von Geheimnis, musste ich die Schriftgröße minimieren, da sonst das Buch im Verkauf teurer gewesen wäre. Trotzdem finde ich, hat es sich gelohnt, der Story mehr Raum zu geben, denn so konnten sich die Charaktere mehr öffnen.

Jetzt, wo ich mich langsam dem Ende der Staffel annähere, merke ich, wie der Kreis sich langsam schließt. Die ersten Geschichten sind da, das erste Fundament steht und ich denke, die letzten Storys für die Familie Adaire stellen einen ganz guten Ausgangspunkt für Staffel 2 dar.

Ich weiß bereits jetzt, dass Staffel 2 eine Menge Arbeit und Seiten kosten wird, denn allein beim groben Abriss der Geschichte sprechen wir von einem erheblichen Umfang. Trotzdem glaube ich, dass die erste Staffel dem in nichts nachstellen wird.

Generell lernt man bei einer ersten Staffel die Charaktere erst einmal kennen. Neben- und Kurzzeitcharaktere helfen dabei, die Hauptcharaktere ein wenig besser zu verstehen. Zunächst geht es darum, gewisse Charaktere entweder lieben oder hassen zu lernen. Auch wird es am Ende einer ersten Staffel immer einige Umbrüche geben.

Auch bei den Adaires wird es eine kleine neue Ausrichtung geben, denn letztlich werden die angefangenen Geschichten im großen Teil auserzählt sein. Trotzdem spüren wir auch in der 2. Staffel weiter die Nachwehen der vorangegangenen.

Aber nun zurück zu Staffel 1. Und vor allem zu ihren Geschichten und Protagonisten.

Ganz vorne bei den Geschichten haben wir natürlich die kleine Intrige von Clark und Jill, die die doch sehr die angeknackste Ehe von Jordan und Stan belastet. Kennengelernt durch einen Zufall, haben sie sich zu einem Duo Infernale entwickelt, was sich aber gleichzeitig Spinne Feind ist. Obschon beide dasselbe Ziel verfolgen, verlieren sie sich stets in internen Streitereien. Auch im 2. Band konnten wir am Ende einen großen Streit verfolgen, weil Jill Clarks Befehlen nicht mehr folgen wollte.

Natürlich liegt es nahe für Jill, den Spieß jetzt einfach umzudrehen. Aber ob ihr das so nützlich wäre?

Generell fragt man sich, inwieweit eine solche Intrige am Ende überhaupt funktionieren kann. Ist es möglich, solch einen Plan lange geheim zu halten? Oder gar erfolgreich abzuschließen?

Vor allem Dwights Auftauchen bringt sowohl Jill als auch Clark in Bedrängnis. Eines ist sicher: Es wird etwas passieren. Aber was?

Kommen wir zum nächsten Punkt: Dem rebellischen Jacob.

Jacob ist ein Charakter, der mir doch sehr ans Herz gewachsen ist. Generell mag ich die beiden Teenager-Rollen, da jene einfach noch sehr unverbraucht sind. Als Erwachsener hat man bereits eine Menge Erfahrungen gesammelt und wurde durch diese auch geprägt. So etwas schlägt sich auch in den Charakteren nieder. Ein sechzehnjähriger Clark würde eventuell ganz anders handeln oder aber sein Handeln würde bei Außenstehenden als komplett anders angesehen werden. Jacob und Erin stehen allerdings ziemlich am Anfang ihres Lebens. Jeder Erfahrungswert ist kostbar und jegliche Erkenntnis prägt.

Was ich an Jacob so mag, ist, dass er tatsächlich ein Rebell ohne ersichtlichen Grund ist. Er ist ein netter Junge, der seine Familie liebt und sie beschützt. Dennoch schafft er es einfach nicht, keine Schwierigkeiten zu provozieren. Er probiert gerne neue Dinge aus, auch wenn er weiß, wie gefährlich sie sind. Dazu fällt es ihm schwer, sich anzupassen, weshalb er gerne übertreibt. Jacob hegt einen großen Beschützerinstinkt, was im letzten Band erneut zu Schwierigkeiten führen wird. Dennoch kann er schwer Grenzen ersehen und diese einhalten. Insofern würde ich ihn als einen der komplexeren Charaktere sehen.

Seine Entwicklung wird eine der interessantesten werden, davon gehe ich stark aus. Allerdings weiß ich auch schon, was mit ihm als nächstes passieren wird, weshalb dies keine Hellseherischen Kräfte benötigt 🙂

Auch Erin ist ein komplexer Charakter. Sie ist zunächst schüchtern, aber Johnnys Tod wird sie im folgenden Band nicht nur beschäftigen, sondern auch sehr prägen.

Dabei sprechen wir nicht nur von Johnnys Tod. Als schüchternes Mädchen ist sie natürlich gutes Futter für Hänseleien aller Art gewesen. Und obwohl ihre Ansichten, was zum Beispiel Emanzipation angeht, doch sehr progressiv sind, so traut sie sich als Jugendliche natürlich nicht allzu sehr aus ihrem Schneckenhaus heraus.

Erin hatte es diese erste Staffel schwer, das Finale wird es ihr ebenfalls nicht einfach machen. Dennoch steckt in ihr Potenzial für eine sehr starke Frau.

Was Stan angeht? Nun, natürlich kann man ihn als eine Art Schuldigen sehen, genauso wie eine Art Spielfigur, doch Fakt ist, auch er ist nur ein Mensch mit Fehlern. Stan spiegelt meiner Meinung nach einen sehr unsicheren Menschen wider, der sich in der Rolle des „Mann im Hauses“ weniger wohl fühlt als er zugibt. Die Tatsache seiner Eifersucht treibt nicht Jordan in die Arme eines anderen Mannes (jedenfalls zu Beginn), sondern ihn in die Arme einer anderen Frau. Und obschon Jordan Gefühle für Clark entwickelt, hatte doch alles mit Stan und Jill begonnen.

Stan liebt seine Familie und ist hin und hergerissen, was seine Gefühle angeht. Zunächst lässt er seinen Ehefrust bei Jill heraus, dann aber bemerkt er, wie viel Freude sie ihm bereitet. Etwas, was ihn vielleicht verwirrter zurücklässt als erdacht.

Dadurch, dass Jordan und er so früh Eltern wurden, waren sie mehr oder minder dazu gedrängt, zu heiraten, konnten dabei aber niemals austesten, ob sie einander auch wirklich haben wollten. Genau jenes Schicksal kann ihnen nun zum Verhängnis werden.

Natürlich stellt sich deshalb die Frage: Sind beide wirklich füreinander bestimmt?

Und das führt uns zu Jordan, denn um sie und ihr Leben geht es eigentlich am meisten. Jordan ist über- wie unterfordert, eine liebende Mutter, die es gleichzeitig aber auch gerne übertreibt. Sie leidet unter den Zurückweisungen ihres Mannes und hat das Gefühl, vom Leben abgehängt zu werden, da sie sich nicht mehr gebraucht fühlt. Trotzdem merkt man stetig, dass ihre Familie sie dennoch dringend benötigt, weil sie der Leim ist, der das Schiff zusammenhält.

Jordans Über- und Unterforderung als Frau und Mutter lässt sie am Ende verzweifeln und zum Alkohol greifen. Sicherlich fragt man sich, wie weit dieses Problem gehen wird. Alles begann mit einem Streit und es endete (bislang) mit der Tatsache, dass Jordan tatsächlich Gefühle für einen anderen Mann hegt. Noch hält sie an ihrer Ehe fest. Wegen der Tradition. Wegen der Gesellschaft. Wegen ihrer Kinder. Wegen vermeintlicher Perspektivlosigkeit.

Aber wie lange werden diese Argumente reichen?

Zum Glück gibt es noch ein 3. Band, welches einige dieser Fragen klären wird. Genug Ideen gibt es noch in meinem Kopf. Und ich werde versuchen, sie möglichst rasch niederzuschreiben 🙂

Die Adaires liegen mir sehr am Herzen, wie man vielleicht bemerkt, denn ich mag ihre Geschichten äußerst gerne und schreibe sie auch mit sehr viel Enthusiasmus. Vielleicht liegt es daran, dass sie mich bereits so lange begleiten und ich ihre Geschichten schon eine ganze Zeit in meinem Kopf habe. So oder so, jetzt ist die Zeit gekommen, sie endlich niederzuschreiben.

Genau aus diesem Grund hoffe ich, bald das große Staffelfinale veröffentlichen zu können, damit auch meine Leserschaft immer mehr Freude an dieser Familie entwickeln kann.

Bis dahin alles Gute,

Pola

Die Adaire Chroniken – Der ersten Bookisode Titel stehen fest!

Nach der Veröffentlichung ist vor der Veröffentlichung!

Meine lieben Leser,

es ist noch nicht so lange her, seitdem Flapper! Das Leben der Theda McGuffin erschienen ist, trotzdem arbeite ich bereits jetzt an dem dritten und letzten Teil der ersten Staffel der Adaire Chroniken.

Wie immer fällt es mir besonders schwer, einen guten Namen für ein gesamtes Buch finden, was das Buch natürlich mehr oder minder in einem Wort oder einem Satz erklärt.

Bei den Adaire Chroniken habe ich es mir deshalb zur Gewohnheit gemacht, das Buch einfach wie eines seiner Kapitel zu nennen, da ich denke, dass diese Handhabe am Ende die beste Titelwahl ist. Letztlich repräsentiert ein Titel ja auch immer das Buch, also was liegt näher, als das Buch nach einem der Bookisodes zu benennen?

Sicherlich stehe ich erst am Anfang des Schreibprozesses, und auch wenn ich bereits voller Ideen und Tatendrang bin, wird es noch einige Zeit in Anspruch nehmen, das Buch für eine Veröffentlichung vorzubereiten.

Nichtsdestotrotz möchte ich kurzerhand die Neugier etwas nehmen und habe beschlossen, die (vorläufigen) ersten Bookisode-Titel des Buches zu präsentieren.

Diese lauten:

Das gefährliche Hobby des Johnny K.
Haben Sie das von den Adaires gehört?
Recht haben und Recht kriegen

Bislang neige ich dazu, einen dieser Überschriften auch für mein Buchtitel zu benutzen, letztlich wird dieses letzte Buch das Staffelfinale für die erste Staffel der Adaire Chroniken darstellen. Daher überlege ich natürlich eifrig, ob der passende Name noch gefunden werden muss oder aber ich auf meine erste Idee zurückgreifen werde.

In den nächsten Wochen wird sich das alles noch weiter herauskristallisieren, wie ich hoffe. Denn wie gesagt, nach der Veröffentlichung ist vor der Veröffentlichung und Converted – Die Konvertierten wartet darauf, als nächstes in Angriff genommen zu werden, um nicht bloß überarbeitet zu werden, sondern auch im Print zu erscheinen 🙂

Alles Gute, Pola

 

Blogbeitrag zu Flapper! Das Leben der Theda McGuffin

Meine lieben Leser,

endlich ist es soweit, Flapper! Das Leben der Theda McGuffin ist nun im Handel erhältlich.

Und erst einmal vorweg: Nein, Theda McGuffin ist kein realer Mensch, jedenfalls entzieht es sich meiner Kenntnis, dass es jemals eine Frau mit ebendiesem Namen und ebendieser Geschichte überhaupt gab.

Das Buch ist eine rein fiktive Biographie, also eine Art Mockgraphy, wenn man es populär ausdrücken möchte.

Wie bei meinen Stand-Alones üblich, handelt das Buch von einer Frau in den zwanziger Jahren. Diesmal jedoch, habe ich die Struktur des Buches so aufgebaut, dass man als Leser das Gefühl vermittelt bekommt, in diverse Biographien, Interviews oder Zeitungsausschnitte verschiedener Personen hineinlesen zu dürfen.

Theda McGuffin wird als DER Flapper seiner Zeit gehandelt. Aber wie das Leben so spielt, erlebt ein Mensch im Laufe seines Lebens nicht immer nur Applaus und Lob, sondern muss auch durch schwere Zeiten, wie Geldmangel, Streit, Neid und hier und da einem gebrochenen Herzen gehen.

Ich lese eine Menge Biographien, oft natürlich auch aus Recherchegründen. Hier baut auch die Grundidee dieses Buches aus. Aus Zufall entdeckte ich vor Jahren beim Schmökern durch die Mängelexemplare eines Supermarktes, ein Buch über eine Lebefrau der Belle Époque, Luisa Casati. Ich kaufte das Buch, aber durch andere Verpflichtungen habe ich es eine Weile links liegen lassen. Wie gesagt, ich lese eine Menge Biographien, vor allem über berühmte Frauen und auf der Suche nach neuen Ideen mache ich es mir oft zugute, dass ich interessante Passagen unterstreiche und diese dann irgendwann vielleicht in meine Bücher einfüge.

Was das alles mit der Casati zu tun hat?

Nun, ich mag die Zwanziger Jahre wirklich gern und war auf der Suche nach einem interessanten neuen Thema und schließlich stieß ich wieder auf Luisa Casati. Sicher, die Frau war eine Frau der Belle Époque trotzdem war ich begeistert, was ich las. Die Frau feierte wilde Feste, mit wilden Tieren (Schlangen, Tiger etc..), sie war die Muse für eine ganze Künstlergeneration, hatte bereits den Geist eines Flappers für sich beansprucht, Jahre, bevor die Flapper-Generation überhaupt vorhanden war. Trotzdem ist sie heute doch irgendwie vergessen. Ähnlich erging es mir bei vielen anderen Frauen wie zum Beispiel Olive Thomas oder Isadora Duncan. Frauen, die für eine so lange Zeit eine wahnsinnige Importanz ausstrahlten und heute beinahe vergessen sind.

Und schwups, hatte ich meine neue Buchidee.

Ich beschloss also, diesmal einen größeren Aspekt auf das Leben meiner Protagonistin zu setzen und weniger auf die Grundgeschichte drum herum.

Alle Biographien die ich bis dato las, hatten interessante Aspekte, die es Wert waren einmal ein wenig stärker in Augenschein zu nehmen. Aber irgendwie kam ich nie auf einen grünen Zweig, was das Schreiben anging. Die Geschichte wuchs erneut in einen Roman, wie ich ihn bereits so oft schrieb, und genau einen solchen wollte ich diesmal nicht verfassen.

Ich legte das Buch für eine Weile beiseite, beschloss, mir Gedanken darüber zu machen, während ich die Adaire Chroniken schrieb. Und eines Tages dann, leuchtete die berühmte Glühbirne neben dem Kopf dann auf. Plötzlich kam ich auf die Idee, vielleicht eine Art fiktive Biographie zu schreiben. Zunächst dachte ich an eine komplette Biographie, die von Anfang bis Ende von einem Autor verfasst wurde. Dann jedoch hielt ich es für besser, eine Auswahl an verschiedenen Quellen zu nennen, da die Figur so aus verschiedenen Blickpunkten beleuchtet werden konnte.

Natürlich ist die Geschichte zu hundert Prozent ausgedacht. Ich habe zwar einige Aspekte (wie wilde Tiere auf ausladenden Feiern) aus dem Leben von den realen Damen zum Vorbild genommen, aber auch vieles natürlich übertrieben, zusammenfließen lassen oder mir komplett ausgedacht. Ich stellte mir die Frage, was wäre, wenn eine Muse die eigentliche Ideengeberin eines Weltbestsellers ist, aber weiterhin stets im Hintergrund gehalten werden würde? Wie würde diese Person handeln? Was würde hinter den Kulissen passieren? Und das alles habe ich letztlich versucht, in diesem Buch zusammenzufassen.

Für diese Geschichte habe ich nicht nur Quellen aus den 20er Jahren benutzt, sondern habe versucht, möglichst viel Skandal aus allen Ecken und Enden zu finden. Denn letzten Endes macht ein Skandal nicht vor einer bestimmten Jahreszahl halt. Und alles was es früher gab, gibt es auch heute – wenn auch nur etwas verzerrt und modernisiert.

Insofern hoffe ich, dass Flapper! zum Lesen einlädt und wünsche allen frohe Ostern!

Pola

Neugierig geworden?

Hier geht’s zur Zusammenfassung

Und hier zum BoD-Buchshop

 

Pläne für 2020

Hallo allerseits,

ich habe mir gedacht, dieses Jahr eine kleine Aufstellung meiner Veröffentlichungsgedanken für das nächste Jahr kundzutun.

Natürlich sind das alles bloß Pläne und ich kann keine Gewähr darüber geben, ob ich es vom Zeitplan her schaffe, tatsächlich alle geplanten Bücher zu veröffentlichen, nichtsdestotrotz wollte ich meine Leser ein wenig in meine Gedanken mit einbeziehen.

Natürlich soll es im nächsten Jahr ein Wiedersehen mit den Adaires geben. Demnach möchte ich den dritten und letzten Teil der ersten Staffel der Adaire Chroniken herauszubringen. Nach 1 und 2 soll der dritte Teil das Ende des Jahres 1960 einläuten. Mit welchen Wahrheiten, Skandalen und erschütternden Wendungen wird die Familie in das Jahr 1961 starten? Wir erinnern uns, Ein Hauch von Geheimnis endete bereits ziemlich dramatisch, also warum sollte plötzlich Ruhe einkehren, wo doch für gewöhnlich die Weihnachtszeit in jedem Jahrzehnt am turbulentesten ist?

Sicherlich schade, dass ich es nicht geschafft habe, zeitgleich zu den jetzigen Festtagen die Bücher fertigzustellen, anderseits predigen uns die alljährlichen Weihnachtsfilme immer eines: Der Geist der Weihnacht sollte uns Menschen das ganze Jahr über begleiten, so leicht werdet ihr es demnach nicht los 😀

Neben den Adaires habe ich vor, die bereits erschienenen Bookisoden von Converted – Die Konvertierten in einer Printversion herauszubringen und (hoffentlich) auch die restlichen Bookisoden der ersten Staffel zu veröffentlichen. Nachdem ich den Entschluss traf, Converted nun zusammengefasst im Print und als e-book zu veröffentlichen, hatte ich die Veröffentlichung weiterer Bookisodes erst einmal ausgesetzt. Genau deshalb forciere ich jetzt erst recht die Erscheinung der Printversionen.

Warum das alles? Nun, die Antwort ist einfach. Da die Bookisodes bei Converted in puncto Seitenlänge umfangreicher als  erwartet ausfielen, ist der Schreibprozess langwieriger als zunächst angenommen gewesen. Eigentlich hatte ich vor, Kurzepisoden mit nicht mehr als 50 Seiten zu schreiben, allerdings wuchs die Geschichte im Schnitt immer auf mehr als das doppelte an. Aus den Kurzschmankerln wurde beinahe ein eigener Roman, bzw. eine kleine Novelle. Schnell habe ich bemerkt, eine zusammengefasste Veröffentlichung, ähnlich wie bei den Adaires, ist weitaus praktischer und zeitsparender. Auch, da ich so wieder mehr Zeit für andere Projekte habe. Letztendlich entfallen so eine Menge kleiner Veröffentlichungsprozesse, die immer viel Zeit einnehmen.

Nichtsdestotrotz werde ich die Reihe so schnell wie möglich wieder aufnehmen, denn die Geschichte, rund um die Konvertierten, ist noch längst nicht auserzählt und auch ich würde sie gerne endlich im Print sehen. Ich habe einen Narren an Áine, Graeme und co. gefressen und noch viele Ideen, was die Gruppe erleben kann und wird.

Aus wie vielen Bänden die erste Staffel bestehen wird, kann ich momentan aber unmöglich sagen, auch nicht, wie viele solcher Bände 2020 erscheinen werden. Wie gesagt, die Seitenlänge hat damit eine Menge zu tun, da mir dort leider Grenzen gesetzt sind (nicht grundlos musste ich die Adaires ebenfalls aus diesen Gründen splitten). Allerdings ist Geduld eine Tugend und Vorfreude die schönste Freunde, weshalb das bisschen Warterei sicher nicht allzu schlimm wird 😉

Und nun zu meinem letzten Projekt, von dem ich bereits hoffte, es noch dieses Jahr fertigstellen zu dürfen, es aber ebenfalls zeitlich nicht geschafft habe. Ein weiteres Stand-alone steht an. Wie sooft spielt es in den 20er Jahren. Diesmal aber gibt es hier eine kleine Änderung. Ja, richtig gelesen, diesmal dachte ich, es wäre ganz nett, das Buch in einer Art fiktiven Biografie aufzubauen. Oder besser gesagt, ein Buch, bestehend aus mehreren Ausschnitten verschiedener Biografien, Zeitungsausschnitten oder Interviewfetzen.

Dieses Buch hoffe ich, Anfang 2020 in die Regale zu bringen. Auch, da ich mich im nächsten Jahr hauptsächlich um meine Bookisodes kümmern möchte.

Wie ihr seht, steht ein ziemlich hartes Regiment für 2020 an (meistens besteht allein der Schreib- und Korrekturprozess aus mehreren Monaten), deswegen hoffe ich ehrlich, meine Pläne zu schaffen.

Blicke ich zurück, so schaue ich auf die Veröffentlichung von rund drei Romanen (Doppelgänger, Was vom Tage übrig blieb, Ein Hauch von Geheimnis), sowie die ersten Bookisodes 3-5 von Converted zurück. Ein gutes Omen, im nächsten Jahr vielleicht ebenso schaffensreich zu sein.

Soweit so gut, hier ist erst einmal Schluss. Ich glaube, die nächsten 12 Monate sind gut ausgefüllt. Aber an Arbeit hapert es ja bekanntlich nie 🙂

Mit diesen Worten:

Frohe Weihnachten und ein gutes, neues Jahr!

Eure Pola

Blogartikel zu Die Adaire Chroniken – Ein Hauch von Geheimnis

Da ist es nun, der zweite Teil der ersten Staffel meiner Familiensaga! Ich bin wirklich froh, noch dieses Jahr das zweite Band veröffentlichen zu können und ich glaube, ich verrate nicht zu viel, wenn ich vorweg nehme: Ein letztes Band wird folgen, bevor diese Staffel beendet wird.

Doch nun erst einmal zum aktuellen Band der Reihe:

Wenn ich im ersten Teil hauptsächlich Jordans Beziehung zu Stan und Clark beleuchtet habe, so lege ich das Hauptaugenmerk diesmal ein wenig stärker auf Erin und ihre vermeintlich erste Beziehung mit dem, ja man könnte sagen, Rowdie, Johnny Kerr.
Johnnys Geschichte und seine Liebe zu Autorennen basiert größtenteils auf einem „Hobby“ der amerikanischen Jugend in den 50er Jahren. Die beliebten Hasenfußrennen- oder in Englisch: chickie runs. Thematisiert wurden diese Dinge z.B. im James-Dean-Klassiker: Denn sie wissen nicht, was sie tun oder auch in Grease. Autorennen, die als Mutproben angesehen werden, nur um sich selbst zu beweisen und vielleicht sogar Mädchen zu imponieren. Jene Mutproben, die zeigen sollen, wer der vermeintliche Boss innerhalb einer Jugendgruppe ist.
Mir gefiel die Idee wirklich gut, vor allem, da die Rolle des Johnnys beinahe wieder aus dem Buch gestrichen wurde. Früher mehr als Füllfigur gedacht, habe ich von Anfang an irgendwie Gefallen an Johnny gefunden, weshalb ich seine Rolle am Ende ausbaute. Mir gefiel es, ihn als Rebell ohne Grund (Wortspiel, haha) hinzustellen, der im Grunde seines Herzens ein guter Kerl ist, aber dazu neigt, bei Herausforderungen mit schnellen Autos nicht nein zu sagen. Was Erin zuerst aufregend findet, wird hinterher Zweifel bringen. Und wie genau sich die Geschichte am Ende des Bandes auflöst – hört er auf oder macht er weiter? – nun das bleibt abzuwarten.

Währenddessen bringe ich auch Jacobs Rolle mehr in den Vordergrund. Dass der Junge eher dazu neigt, als das schwarze Schaf der Familie zu agieren, wurde wohl bereits im ersten Band deutlich gemacht. Diesmal jedoch wird Jacob anfangen, sein Taschengeld aufzubessern, indem er seinen Mitschülern Zigaretten und Bier verkauft. Jacob gerät rasch in Schwierigkeiten und Erklärungsnot. Aber sind sich seine Eltern wirklich bewusst, welche Ausmaße Jacobs kleines „Geschäft“ annehmen kann? Jacob selbst ist vielleicht frech und auch nicht wirklich ein Musterknabe, dennoch sehe ich die Rolle als sympathisch an. Vieles tut er im Glauben, keinen Schaden anzurichten, dazu hat er einen extremen Beschützerinstinkt seiner Mutter und Schwester gegenüber. In diesem Band wird die Liebe zu seiner Familie und jener Beschützerinstinkt mehr als einmal herausgehoben. Nichtsdestotrotz ändert es nichts an seiner rebellischen Grundeinstellung.

Jordan ist auf jeden Fall mehr als überfordert mit der gesamten Geschichte. Sie sehnt sich nach der früheren Normalität zurück oder wenigstens nach etwas Unterstützung, jedoch kann sie hier keine wirkliche erwarten und versucht ihren Kummer in Alkohol zu ertränken. Tief enttäuscht von Clark, dass dieser sie am Ende des letzten Bandes am Flughafen versetzte, versucht sie den Kontakt zu ihm abzubrechen. Aber wird ihr dies wirklich gelingen?

Dazu wird Stan eine Begegnung machen, die ihn selbst schockiert. Seine Gefühle zu Jill werden immer stärker, aber auch Jill hat eine Vergangenheit, wie wir aus dem letzten Band bereits erfuhren. Und jene Vergangenheit holt sie nun ein. Zunächst glaubt sie natürlich, Clark sei Schuld an allem und bricht den Kontakt zu ihm ab. Jedoch hat sie falsch gedacht und muss sich nun mit der neuen Situation anfreunden, obschon ihre Gefühle für Stan echt erscheinen, wenn auch zunächst leicht oberflächlich.
Die Beziehung zwischen Stan und Jill ist vielleicht sogar komplexer als jene zwischen ihm und Jordan, weil keiner der beiden wirklich weiß, wie viel sie einander nun wirklich bedeuten und was nur gespielt oder gar eingefädelt wurde. Wie genau sich die Beziehung entwickeln wird, wird sich in den nächsten Bänden ergeben, doch bereits jetzt ist klar: Jill ist ehrgeiziger als ihr Ruf. Sie ist keineswegs ein naives Blondchen und sie ist auch nicht manipulierbar, sondern manipuliert lieber selbst. Obschon der Charakter ebenfalls eine tiefe Verletzlichkeit in sich birgt.

Da ich nicht zu viel verraten möchte, denke ich, dass es besser ist, hier aufzuhören, bevor einige wichtige Spoiler verraten werden.
Nichtsdestotrotz möchte ich auch eine Vorausschau auf das Finale der ersten Staffel geben, wer also nichts erfahren will, hier aufhören zu lesen 😉

Im Finale wird Jacobs Charakterentwicklung weiter vorangetrieben, er wird mit seinem rebellischen Verhalten einen folgenschweren Fehler begehen, etwas, was man keinesfalls mit einer mauen Entschuldigung wiedergutmachen kann. Stan wird derweil einige weitere Erkenntnisse über gewisse Wahrheiten erhalten, währenddessen muss Erin mit neuen Schicksalsschlägen klarkommen, die sie langsam aber sicher brechen könnten, und Jordan, nun, Jordan wird wie immer versuchen, die Familie zusammenzuhalten, komme was wolle. Ob ihr das gelingen wird, wird sich zeigen.

Insofern bleibt mir nur zu sagen, bis zum nächsten Band, ich hoffe, wir sehen uns wieder!

Pola

Und hier geht’s zur Inhaltsangabe von Ein Hauch von Geheimnis

Blogbeitrag zu: Die Adaire Chroniken – Was vom Tage übrig blieb

Die Adaire Chroniken – Ein langer Weg zur Veröffentlichung

Die Adaire Chroniken Band 1 oder mittlerweile Staffel 1, ist eine Familiensaga, die bereits mehr als zehn Jahre alt ist. Die Idee hatte ich ungefähr mit 15 und wenn ich mich richtig erinnere, fing ich mit 16 oder 17 an, die Bücherreihe allmählich aufzubauen.

Ich möchte gar nicht direkt ins Detail gehen, warum ich mit der Veröffentlichung so lange gewartet habe, ich denke, der richtige Zeitpunkt war einfach noch nicht gekommen. Während dieser zehn Jahre des Wartens habe ich das Buch immer wieder überarbeitet und versucht, möglichst alles aus den Charakteren herauszuholen, was herauszuholen war, und stehe nun vor einem Buch, was eine gewisse Seitenzahl innehat und bei dem ich zum ersten Mal spüre, dass es jetzt tatsächlich soweit sein kann, es der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Da es bei BOD nur möglich ist, bis ca. 800 Seiten ein Buch zu verlegen, sah ich mich von Anfang an in der Bredouille, das Buch zu splitten. Die Frage lautete nur: In wie viele Teile?
Als ich die Geschichte damals in meinem Kopf zusammenreimte, hatte ich zunächst die Idee, die gesamte Geschichte in Kurzgeschichten mit regelmäßigen Beiträgen zu verfassen. Da E-Books gerade erst richtig aufkamen, aber die Systematik kaum mit der heutigen zu vergleichen war, wollte ich die Geschichte als eine Art Tagebuch in einem Blog zu verfassen, ließ es aber schließlich sein und formte die Geschichte zu Romanen, immer bedacht, den Haupt- und Nebengeschichten ein wenig wie in einer Seifenoper aufzubauen. Die Geschichten sollten die Leser unterhalten, und nicht so, wie es heute leider öfters ist, als moralische Anleitung zum Leben dienen. Man sollte sich fragen: Was passiert als nächstes und nicht gleich alles bis ins kleinste Detail analysieren und sich fragen, was man daraus für einen ethischen Nutzen ziehen kann und ob das alles auch ja realistisch genug gehalten ist.

Wie bereits erwähnt, während der letzten Jahre kam ich immer wieder dazu, die Geschichten rund um die Familie Adaire zu verändern. Am Ende ist dieses Buch herausgekommen.
Bekanntermaßen kam ich mittlerweile auf die Idee Bookisodes zu schreiben, also nahm ich die Gelegenheit am Schopfe und dachte mir: Das würde sich perfekt für die Adaires eignen und das Problem, zum Thema Buchaufteilung, lösen. Und so wurde aus der Bücherreihe mein nächstes Bookisodes Projekt.

Ich hoffe, der erste Teil dieser ersten Staffel gefällt Ihnen als meinen Lesern, denn die Reise der Adaires wird auf jeden Fall weitergehen. Die ersten paar Episoden sind immer auch eine Art Kennenlernen der Charaktere, der Ausgangspunkt, an dem wir uns beim Anfang einer Geschichte befinden. Ich habe deshalb extra erst einmal die Hauptcharaktere zum Kennenlernen vorgestellt und mich noch nicht auf den Rest konzentriert. Vielleicht wird ihnen ebenso auffallen, dass die Adaires nicht bloß in eine fiktiven Stadt, sondern auch in einem nicht benannten Land befinden. Warum das so ist? Dazu später mehr.

Ich hoffe, Sie auch beim nächsten Band als Leser wieder begrüßen zu dürfen. Und Sie sich fragen: Was wird als nächstes passieren? Ich kann Ihnen versprechen: Eine Menge! 🙂

Ihre Pola

 


Die Adaire Chroniken Staffel 1

Die Adaire Chroniken „Was vom Tage übrig blieb“

Was sind Bookisodes und warum schreibe ich sie?

 

Bildrechte: Pola Swanson

Bookisodes oder Novelsodes sind eigentlich nichts anderes als mehrere Kurzgeschichten, die im Großen und Ganzen zu einer großen, zusammenhängenden Geschichte aufgebaut werden. Ähnlich wie Fernsehepisoden, die am Ende zu einer Staffel aufblühen.
Ich bin ein großer Fan von diesem Genre, denn ich selbst neige beim Schreiben dazu, eher längere Kapitel zu schreiben, die man im Nachhinein gut zu einzelnen Episoden umbauen kann.

Den Schreibstil á la Bookisodes habe ich – anders als erwartet – nicht bei Converted das erste Mal ausprobiert, sondern bei einer bisher unveröffentlichten Bücherreihe meinerseits. Während des Schreibprozesses fiel mir auf, dass meine Ideen bezüglich der Geschichte weitaus vielfältiger sind, als dass sie in einen Bücherteil allein passen. Am Ende habe ich überschlagen und festgestellt, ich lag bei über 700 Seiten, sobald ich das Buch in das finale Layout setze.

Eventuell kein Problem für einen Verlagsautor, gibt es ja durchaus zahlreiche Autoren, die gerne mal etwas mehr schreiben. Bei Self-Publishern jedoch kommen da einige Probleme auf einen zu – sofern man sein Buch auch in den Print setzen möchte.

Zunächst kommt der Verkaufspreis, der bei einer hohen Seitenzahl gerne mal einen stolzen Preis erreicht. Das kommt schlicht aus dem Grund, da jedes bestellte Buch einzeln gedruckt wird und nicht in einer Gesamtauflage erscheint. Somit steigen die Druckpreise pro Buch und mit ihm der Preis. Daran kann man als Autor einfach nichts ändern und es ist für mich auch verständlich und fair, denn letzten Endes entstehen nun mal Kosten, die gedeckt werden müssen.

Neben jenen Kosten kommt dann aber auch noch ein weiteres Problem. Die maximale Seitenzahl der Bücher darf bei BOD nicht die 700 überschreiten. Übersetzt bedeutet das, ob ich will oder nicht, ich muss mein Buch ohnehin splitten.

Was macht man also?

Da kamen die Bookisodes ins Spiel.

Ich muss vorne weg sagen, ich wollte mein Buch nicht verkleinern, sondern die gesamte Geschichte behalten. Und da ich dieses Buch ohnehin in einer Art Episodenturnus schrieb, passte alles perfekt zusammen.

Und bislang gefällt es mir gut.

Auch Die letzte Wahrheit gestaltete ich damals bereits leicht Episodenhaft. Das fällt bei der ersten Betrachtung eventuell nicht sofort auf, da ich das Buch schließlich als Stand-Alone veröffentlichte und die Geschichte demnach stärker zusammenraffte. Doch wenn ich ehrlich bin, ist mir der Gedanke durchaus gekommen, auch diese Geschichte vielleicht noch einmal im Episodenturnus zu verfassen. Damals war ich aus Platzgründen leider gezwungen, einige Ideen zu verwerfen, die ich noch für das Buch hatte. Für einen weiteren Band hätten sie nicht mehr in die Entwicklung der Geschichte hineingepasst. Wären sie allerdings ins Originalbuch gekommen, hätten sie den Rahmen des Buches schlicht gesprengt. Damals wollte ich schließlich einen Roman verfassen. An Bookisodes dachte ich noch gar nicht.

Ich würde die restlichen Geschichten rund um Aubrey, Erin und Natalie gerne erzählen, allerdings fehlt mir momentan die Zeit dafür. Insofern kann ich nicht versprechen, diese Idee wirklich umzusetzen.

Das schöne an den Bookisodes ist: Man darf einfach mehr Material in die Geschichten einfügen. Für die Charakterentwicklung ist das wohl der größte Vorteil. Gerade als Autor verbringt man viel mehr Zeit mit seinen Charakteren und schafft es so, sie (hoffentlich) facettenreicher aufzubauen. Es bleibt einem Platz für Geschichten, die auf den ersten Blick vielleicht den roten Faden nicht weiterbringen, dafür aber die Handlungsweisen der Charaktere besser in den Vordergrund rücken. Eben genau wie bei Fernsehserien, wo hier und da Episoden eingebaut werden, die Charaktere mehr beleuchtet, für die Staffelgeschichte aber dann eher unwichtig erscheinen.

Das ist auch der Unterschied zwischen „normalen“ Bücherreihen und Bookisodes. Bookisodes bestehen nicht aus 300 oder 400 Seiten, sondern sie sind vom Umfang her als Kurzgeschichten oder Novellen angelegt. Während jeder Teil einer Bücherreihe wieder eine Geschichte erzählt, die am Schluss vollendet wird, so muss dies nicht der Fall bei Bookisodes sein. Vereinfacht kann man sagen: Eine Staffel Bookisodes ist gleichzusetzen mit einem Teil einer Bücherreihe.

Natürlich ist nicht jede Geschichte auch Bookisode Material. Man muss einen Stoff haben, den man ziehen kann, der lange vorhält, ähnlich wie im Fernsehen. Vieles eignet sich nur zum Stand-Alone.

Zieht man hier auch einen Vergleich zur Filmwelt, so kann man sagen: Die Stand-Alones sind die Filme der Bücherwelt.

Und wie geht’s mit meinen Bookisodes weiter?

Am Ende des Tages muss ich gestehen, ich plane vorerst nicht , die Bookisodes auch im Print herauszubringen. Die Kosten dafür sind ein wenig zu hoch und außerdem wird mir bei der Masse an Seiten (die am Ende dabei rauskommen) auch kaum die Möglichkeit bleiben, über das Self-Publishing ein ganzes Buch herauszubringen – wieder einmal wäre ich gezwungen zu splitten. Eine Gesamtedition wäre dementsprechend nur als E-Book möglich. Das wird der Markt ähnlich sehen, denn sonst wäre der Büchermarkt von Bookisodes sicher bereits überschwemmt. Schließlich habe ich die Bookisodes nicht erfunden.

In Zeiten von E-Books ist diese Art zu Schreiben möglich, was ich sehr schön finde. E-Books haben den Vorteil, dass man viel öfters auch kleinere Geschichten anbieten kann. Schließlich muss nicht jede Geschichte aus 500 Seiten bestehen. Manche Geschichten sind auch in 50 Seiten erzählt und genauso unterhaltsam.
Außerdem – wenn man den finanziellen Aspekt des Verbrauchers betrachtet – entscheidet der Leser natürlich auch so von Episode zu Episode, ob die Geschichte einen anspricht oder nicht, und somit entscheidet jeder selbst, wie viel man für die einzelnen Episoden ausgeben möchte.

Nichtsdestotrotz freue ich mich, die Bookisodes nun endlich veröffentlichen zu dürfen. Was genau noch folgen wird…nun das wird sich zeigen.

Für die erste Staffel Converted sind 10 Episoden geplant. Insofern könnt ihr euch darüber bereits freuen.

Bis dahin, alles Gute!

Eure Pola

Die Titelnamen der ersten vier Episoden von Converted sind nun veröffentlicht!

Vielleicht seid ihr in etwa genauso neugierig wie ich und freut euch bereits auf die folgenden Episoden der Converted Bookisodes. In dem Fall habe ich nun eine kleine Überraschung für euch.

Hier folgt eine erste Veröffentlichung der kommenden Episodentitel von Converted:

1.1. Der Anfang

1.2. Entscheidungen (voraussichtliche Erscheinung: Dezember 2018)

1.3. Überwindungen

1.4. Verrat

Auf die Episoden selbst müsst ihr noch eine Weile warten, dennoch könnt ihr vielleicht selbst ein wenig grübeln, was in den kommenden Geschichten so alles passieren kann oder wird.

Zehn Episoden sind für die erste Staffel geplant, demnach wird noch einiges auf Áine und co. zukommen. Seid gespannt 😉

Zu Converted: Das Erstellen einer Staffel

Eifrig bin ich dabei, die zweite Episode der ersten Staffel Converted zu korrigieren, um es für den Vertrieb freizugeben.

Mit ein wenig Glück ist diese im Dezember 2018 erhältlich.

Die zweite Episode soll direkt an das Ende der ersten anknüpfen und auch eine kurze Reise in die Vergangenheit offenbaren.

Generell macht es mir sehr viel Spaß, Episode für Episode zu verfassen. Man bekommt so einen etwas breiteren Spielraum, was die Geschichten oder auch die Hintergründe, die Charaktere betreffend, angeht. Anders als bei den normalen Romanen muss ich mich nicht immer fragen, ob ich mich in der Geschichte verliere, da ich theoretisch eine Zwischenepisode ins Geschehen einbringen kann.

Sicherlich dauert es auch Zeit, die Episoden zu schreiben und zu gestalten, allerdings habe ich immer das Gefühl, weiter voranzukommen, was das Schreiben einfacher macht. Dazu haben die Charaktere weitaus mehr Zeit sich auszuleben. So verrückt wie es klingen mag, aber man lernt seine Charaktere um einiges besser kennen.

Ich freue mich schon jetzt, die Charakterzüge auszubauen und auch neue und Widerkehrende Rollen einzubinden. Das Spektrum der mystischen Welt ist breit und bietet viele Möglichkeiten.

Generell habe ich für die erste Staffel Converted versucht ein Layout zu gestalten, was es mir ermöglicht, allen Lesern die Welt von Áine und Co. zu offenbaren und gleichzeitig aber die Hauptgeschichte rund um die Höllenfahrt am Laufen zu halten.
In den nächsten Episoden tauchen wir mehr in die Vergangenheit von Áine, Graeme, Luke oder auch Kat ein. Doch auch über Harlow werden wir vielleicht erstaunliches erfahren.

Wer möglicherweise schon gespannt auf die neue Episode Converted ist, kann hier schon mal in der Vorschau lesen, wie es weitergeht:

Deine Vergangenheit bleibt immerwährend präsent.

Genau diese Erfahrung muss der konvertierte Rachedämon Áine Bailey machen, nachdem sie herausfand, dass ihr Exfreund und Dämon Cian einen Mordanschlag auf ihren Ziehvater Graeme verübte.

Doch kämpft Cian wirklich für die böse Seite und hilft Áines Nemesis Harlow, die Hölle auf Erden losbrechen zu lassen? Áine fällt dies zu glauben zunächst mehr als schwer, war Cian doch ihre erste, große Liebe.
Allerdings verbarg Cian ein schreckliches Geheimnis, welches Áine nun endlich offenbart wird…

Und was passiert mit dem Menschen Luke?

Hatte dieser just erfahren, dämonische Züge sein Eigen zu nennen, wird nun klar, jene Entdeckung bedeutet keinesfalls etwas Gutes. Ist er am Ende vielleicht gar nicht so unschuldig wie er vorgibt zu sein?

Eines ist jedem bewusst…die Zeit der schweren Entscheidungen naht…

Ich hoffe, einige haben jetzt schon Lust aufs Lesen bekommen. Ich bemühe mich kräftig, die Episode in nächster Zeit erscheinen zu lassen.

Eure Pola

Beitrag zu Doppelgänger – Das Gesicht der Anderen

Endlich: Doppelgänger- Das Gesicht der Anderen ist fertig!

Warum mich das so freut?

Nun, in dem Fall geht es mir nicht bloß darum, das Buch endlich der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Tatsächlich muss ich sagen, freut es mich, dass der lange Leidensweg des Schreibens endlich ein Ende findet.
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich mag das Buch wirklich sehr. Die Geschichte empfinde ich als stimmig, die Goldenen Zwanziger gehören zu meinen Lieblingsschauplätzen, und mit Schlesien verbinde ich selbst eine persönliche Zuneigung. Dennoch hat es mich Jahre gekostet, das Buch fertigzustellen.
Die allererste Grundidee meinerseits war es, das Buch in Hollywood spielen zu lassen, ähnlich wie Die letzte Wahrheit oder Die Ära der schweigenden Muse. Doch anders als bei den anderen Büchern, fand ich beim Doppelgänger niemals wirklich einen Zugang zum Hollywood der Zwanziger oder Dreißiger Jahre.
Ich schrieb etwa 100 DIN A 4 Seiten, bis ich mich das erste Mal dazu entschloss, das Buch für eine Weile beiseite zu legen und mich anderen Projekten zu widmen.
Es gab zu viele Handlungsstränge, ich fand keinen roten Faden. Es gab eine Menge Charaktere, die mir einfach nicht gefielen, ich verlor mich in dem Drumherum, doch der Kern der Geschichte konnte nicht weitergeführt werden.
Um mir meine Probleme stärker zu verdeutlichen, schrieb ich sie auf. Mir wurde bewusst, ich mag die Geschichte. Und grundsätzlich sah ich Potenzial. Trotzdem blieb ich bei meinem Entschluss, Hollywood und dem Doppelgänger für eine Weile adé zu sagen.

Ich erinnere mich nicht mehr genau an die Länge des Zeitabschnitts, an dem ich das Buch beiseite legte. Doch eines Tages entschied ich mich, die Handlung aus Hollywood zu nehmen und sie nach Berlin zu setzen.
Zu diesem Zeitpunkt las ich eine Menge Bücher über die Weimarer Republik und über die Wilden Zwanziger in Berlin. Weg von der Prohibition Amerikas, hinein in die Inflation Deutschlands, sagte ich mir.
Berlin gefiel mir mehr als Hollywood. Und doch fand ich auch nicht hier wirklich in die Geschichte hinein. Allein die Stadt auszutauschen reichte einfach nicht aus.

Doch wie konnte ich dieselbe Geschichte, nur mit anderem Ausgangspunkt formen?

Bekannter Weise, war es in den Zwanziger Jahren für Frauen nicht einfach so möglich, eine große Karriere anzustreben. Die Protagonistin musste also einen Beruf oder einen gewissen Standard ihr Eigen nennen, der interessant genug auf der einen Seite, doch auch historisch korrekt auf der anderen war.
Die Schauspielerin verabschiedete sich.
Der Beruf der Journalistin gefiel mir dagegen sehr.
Eine Journalistin, die letzten Endes durch die Ehe mit einem reichen Ehemann an der Seite zu ungeheurem Wohlstand kam, das war es, was ich wollte!
Und doch…Berlin als Stadt ernennen konnte jeder.
Ich wollte die Geschichte in einer Stadt spielen lassen, in der man eine solche Geschichte heutzutage nicht mehr unbedingt erwartete. Und so kam ich zu…

Breslau.
Breslau, die Krone und Perle Schlesiens.
Mit dem neuen Hintergrund, frischen Charakteren und vor allem einer etwas abgewandelten Geschichte, fiel es mir auf einmal einfach, die Geschichte förmlich in die Tasten zu hauen.

Das einzige, was ich aus der Grundidee behielt, war die Zeit in der die Geschichte spielte. Die Zwanziger Jahre ziehen mich einfach an, wie die Motte das Licht 🙂

Der Fluch des Doppelgängers, wie ich es nannte, schien endlich vorbei zu sein. Plötzlich mochte ich die Geschichte, die Charaktere, die Zeit, in der die Geschichte spielte mehr und mehr.
Schlagartig war die Geschichte fertig.
Und ist nun bereit gelesen zu werden.

Doppelgänger – Das Gesicht der Anderen, dreht sich um die junge Frau Anita Ahlberg, die durch Geldprobleme einen nicht gerade koscheren Vertrag unterschreibt, der sie zur offiziellen Doppelgängerin der reichen Elisa Becker macht.
Was zunächst verlockend klingt, endet im Desaster. Ob es Anita dort wieder herausschafft?
Lest selbst!

Eure Pola